30. Raneh a.A. 68 t.n. - SONDERKREUTZER ZUR REICHSVERSAMMLUNG
Danke Astarte! Neuer Reichskanzler und Junggeselle des Monats gewählt! Wie unser Korrespondent vor Ort berichten konnte, begeisterte der in einer äußerst knappen Stichwahl durch Astarte frischgebackene Reichskanzler, Jaromir von Breitenfels, mit seiner packenden Antrittsrede das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen. Sein, entgegen der derzeitigen Tristesse unter Akronischen Rittern schräggestreifter Wappenrock und der keck nach hinten fallende, doppelt geflochtene Zopf ließen bereits viele Frauenherzen höher schlagen - und er ist noch zu haben! Wir gratulieren doppelt, für sein Engagement in der Politik und zum Titel „Junggeselle des Monats!"
Intimes von der Reichsversammlung Von Rammel-Radu zu Torkel-Radu Beim Versuch, vor dem Don niederzuknien, ging Sir Raduin unsanft zu Boden - religiöse Hingabe an den Don? Wir sagen: Es ist seine Pflicht, als neuer Handelskonsul den verarbeiteten Weizen auf Korn und Kimme zu prüfen! Wohl gewählt, Reichsversammlung, so viel Amtseifer hätten wir keinem Anderem zugetraut! Altes Eisen rostet nicht? Wie wir erfuhren, konnte Karl von Klinge, Oberster Leibgardist des Don, bei der Vereidigung der Leibwächter nicht zugegen sein. „Inkontinenz ist in seinem Alter ja nichts Besonderes", versicherten uns wohlmeinende Stimmen aus der Versammlung aber. Wir empfehlen eine Lederrüstung, um peinliche Rostflecken am Kettenzeug zu vermeiden! Und hoffen, dass der Herr Klinge im entscheidenden Moment, wenn es ums Leben des Don geht, nicht auf dem Donnerbalken sitzt.... Bretonische Verhältnisse! Mordanschlag auf den neuen Reichskanzler? „Die Söhne des Friedens geben dir ihren Segen", brummte mit den Zähnen knirschend Padre Leiff Bolgar, Hohepriester der Astarte, dann zog er das Schwert und hieb auf Jaromir, Liebling der Frauenwelt Akrons, ein! „Der Mann wollte Blut sehen", gaben traumatisierte Damen von Rang später zu Protokoll, „in seinen Augen sah man das Weiß!" Nur die beherzte und schnelle Reaktion unseres Jaromirs, der die Hiebe mit nur einer Hand am Schwerte lässig parierte, was einige Jungfern schmachtend zu Boden sinken ließ, verhinderte das Unvorstellbare! Doch auch der Padre wusste die nun etwas peinliche Situation zu retten: „Die Söhne des Krieges scheinen auch auf deiner Seite zu sein", stieß er heiser hervor, nur schlecht seine Enttäuschung verbergend. Wir hoffen, dass dieses Beispiel auch die letzten Neider entmutigt, unserem Jaromir seinen wohlverdienten Platz streitig zu machen! Skandal! - Bußfreudige Hexe verübt Doppelmordversuch auf Flucht! Nachdem ihr, durch Astartes unendliche Gnade und den starken Fürspruch Guntrams von Wartenbergs, die Gelegenheit ermöglicht wurde, in einem Kloster ihre Sünden zu bereuen, unternahm die rätselhafte Ex-Hexe Lyniel einen spektakulären Fluchtversuch. Die Rekonstruktion unseres Reporters vor Ort ergab folgenden Tathergang: Zunächst überwältigte die schmächtige Frau ihre Wächter, zwei starke und kampferprobte Telcontari - Annorak und Ruine -, mit einem derer Dolche. Danach riss sie mit bloßen Händen ein Loch in die Rückwand des stabilen Gefängnisses. Aufgrund dieser enormen Anstrengungen sank sie hinter der Hütte bewusstlos zu Boden, wo sie kurz darauf von Lady Nadessha und Shandera gefunden und festgesetzt wurde. Auch die Telcontari verdanken lediglich dem schnellen und beherzten Eingreifen der edlen Damen ihr Leben. Im weiteren Verlauf dieser hochbrisanten Ereignisse gelang es der zuvor noch mit aller Macht fluchtwilligen Hexe unter rätselhaften Umständen, sich mit dem Dolch des fürstlichen Leibwächters Karl von Klinge (s. „Altes Eisen rostet nicht") das Leben zu nehmen. Der Kreutzer meint: Mit Dolchen ausgestattete Wächter sind ein nicht zu vertetendes Sicherheitsrisiko für die Öffentlichkeit. Sumpfvolk total degeneriert! Zeter und Mordio in der Akademie Anhand zweier Krakenheimer Bauern, Zeter und Mordio, mussten wir die üblen Auswirkungen von generationenlanger Inzucht, giftigen Sumpfgasen und ungenügender Religiosität sowie der lähmenden, abstumpfenden Langeweile des eintönigen Sumpflebens feststellen! Zeter, mit einem unproportional übergroßen Kopf, von seinen Dörflern auch „der Kürbismann" genannt, „fom vilen Denkhen", wie er sagt - Mordio, mit riesigen, saugnapfähnlichen Händen, „fom filen Arbeiten", wobei wir die genaue Art dieser Arbeit gar nicht wissen wollen, genannt auch „die Krake" - Auf den ersten Blick schienen sie unwiederbringlich verloren, für die Sache der Menschheit! Doch schon die bloße Anwesenheit des Padres Leiff Bolgar und dessen tiefreligiöse Ausstrahlung ersparte ihnen das traurige, aber verdiente Schicksal, elendiglich auf der Schwertspitze eines verirrten Helden, der sie für streunernde Sumpfmonster hielte, zu verenden. Jetzt wollen sie ihre „filen, mindestens mehr als zwei" Schafe verkaufen, sich zusammen das Schwert ihres Großvaters nehmen, der gleichzeitig auch ihre Tante väterlichenseits dritten Grades und ihr Schwippschwager mütterschaflicherweise ist, und für Akron in den Krieg ziehen! „Damit auch wia Helten for Arstate ßein khönnen", vertraute uns Zeter aufdringlich an. Auf die Zusage des angewiderten, aber auch von der beginnenden Hingabe an Astarte ergriffenen Kreutzer-Korrespondeten verschwanden beide debil kichernd in der Dunkelheit. Mitleidsbekundungen an die beiden bitte an die Akademie von Meister Pan richten, wo sie fürderhin in die Geheimnisse des Menschseins eingewiesen werden! Meister Pan, der Kreutzer wünscht euch viel Glück bei dieser aussichtslosen Mission! Astarte wiederverheiratet! Noch grün hinter den Ohren wachte Ritter-Anwärter Richard Rosenheld die ganze Nacht im Tempel, sinnierend über die Verkündung des Don bei der Reichsversammlung: „Werde mein Mann und ein Ritter!" (oder meinte er „ein Mann und mein Ritter"?), die nur selten von Zwischenrufen wie „Richie, ich will ein Kind von dir!" und „Rischarr, isch `abe ein Kind von dir!" unterbrochen wurde. Bis zu den Knien im dichten Weihrauchdampf kniend und nur selten und dann auch „nur kurz" entschlummernd, wie uns angrenzend residierende Gardisten mitteilen konnten, wartete er auf seine spirituelle Vermählung mit unserer Göttin und damit auf die Aufnahme in den Ritterorden der Elfkreutzer. Plötzlich erscheint Astarte, bekleidet nur mit einem Hauch von Nichts, „wunderschön", wie er später stammelnd und mit rosenroten Wangen unserem Reporter vor Ort in die Feder diktiert. „Du bist bereits, was ich Dir zu werden bestimmt habe!" spricht sie zu dem noch-Knappen . . . Zur allgemeinen Befremdung ernannte die Priesterschaft nach dieser unmissverständlichen Offenbarung Richard von Rosenstolz trotzdem zum Ritter und besiegelte damit Astartes wiederholte Vermählung. Wir fragen: Padre Leiff Bolgar, was spielt sich da in den (Un-)Tiefen der religiösen Hingabe ab? Brandmarken und dann auspeitschen noch zu gnädig? Das fragte sich Wicki, Kommandante der Würzknürzer Reichs-Stadtwache, als sein Subkommandante, Bjanes Ziegenson, einen Piraten auf frischer Tat ertappte, wie er in den Tempel eindrang und Bündelweise Papiere herausschleppte, „für unsa Feua"! Ronzo Clamides, Ritter zu Herttenbruch und Gastgeber der Versammeley, richtete weich: eine kleine Tracht Prügel, die an Ort und Stelle verabreicht wurde. Hat da die Angst vor politischen Verwicklungen dem Lehnsherr die Urteils-Hand geführt, oder wird Sir Ronzo, der „Schlächter von Aredroc", auf seine alten Tage weich? Brunhilds neuester Genie-Streich! Exklusiv für Kreuzer-Leser: Der Refrain zum Mit"singen"! Elf Bier! Elf Bier, dann bist du niemals allein Elf Bier dann wolln wir Freunde sein Elf Bier, das zeigt wer trinken kann Nur die Bretonen stellen sich da an. Elf Bier, komm hau sie dir in den Bauch Elf Bier, die andern tun das doch auch. Elf Bier, denn frag Dich wo bist du hier? Du bist in Akron, drum bestellst du Elf Bier! Wie uns zu Ohren kam, will Brunhild nun viele Kinder bekommen „jetzt, wo mein Mann Olaf für sieben Jahre zur See ist" - „ich weiß nur noch nicht, wie das geht". Akroner, wer kann helfen? Neuer Patriot des Jahres - ist der Alte Patriot des Jahres! „Frag nicht, was du für dein Land tun kannst, frag, was dein Land für dich tun kann!", sagte Ghrizwei, der nun schon zum zweiten Male diesen Titel auf sich vereinigen kann. Wir fragen eher, wie unser Patriot sich diesen Titel diesmal ohne vorherige Flucht in die Wälder und Morddrohungen seiner Frau verdienen konnte (s. unsere Berichterstattung auf dem Blutrauschfest) - „für Akron!" Neues von der Old-Chavec Distille! Wie uns Lady Loksereg versichert, leben Sir Ronzo und der Don „und können die meiste Zeit sehen", obwohl sie von der neuen, verbesserten Rezeptur des berüchtigten Old Chavec gekostet haben. Wie sich unser Reporter vor Ort überzeugen konnte, schmeckt man dem Whiskey tatsächlich seinen im Kampfe gegen Ka auf Rabenstein gefallenen Namensgeber, Sir Shavec, an - und die Flaschenböden eignen sich hervorragend als Sehhilfe, „für danach"! „Old Shavec - soviel Zeit muß sein!" Der Don - ein Leuchtfeuer der Freizügigkeit! In eigener Sache wollen wir dem Akroner Fürsten, Don Miguel Pacos (ca.35), unseren tiefsten Respekt dafür ausdrücken, dass Reporter des Kreutzers hier fast unbehindert ihrer Arbeit im Namen der Wahrheit unter Berücksichtigung des öffentlichen Interesses nachkommen können. Haben doch die meisten Nachbarländer Kopfprämien auf Mitarbeiter der „Stimme der Freien Welt" ausgesetzt, und zwar tot oder enthauptet! Es wird schon seinen Grund haben, dass viele Fürsten eine unabhängige Berichterstattung fürchten... Lesen sie auf Seite fünf, wie der Don unbekleidet und ohne Orientierung nachts durch Hertenbruchs Sümpfe taumelte, und wessen Namen er dabei beständig rief! Neuwertige Jarler Schafe - Billig und Willig, Für die Dame und den Herrn! An Selbstabholer mit gutem Leumund, nach Bronko fragen. Sport: Zwerge schon wieder besiegt! Wie der Wettkampfleiter, Hylar Hornfell, bekanntgibt, errangen Dorian Klaud aus Alleronn, Gardur Dieberberg aus Rabenstein und Wulfgard aus Warien die hammerharte Turnei in der Endschlacht gegen drei wohlbekannte Zwerge! Wir freuen uns, das auch ein Rabensteiner Kämpfer mal eine Turnei gewinnt. Thorgal, Jarl von Würzknürz dagegen gratulieren wir herzlich, dass er mit eigener Kraft drei halbwüchsige, schwachgerüstete und unterbewaffnete sowie vermutlich unter Alkoholeinfluß stehende Recken knapp niederwerfen konnte! Unvergessen das kurze, fast schon nachdenklich zu nennende Blinzeln in seinen Augen, als der Kampf begann - ist doch die Wahrscheinlichkeit hoch, dass da drei seiner ihm unbekannten, unehelichen Kinder gegen ihn stehen! -, dann stürzte er sich unverdrossen in die zugegebenermaßen auch für seine Verhältnisse blutige Schlacht. „Festgefahrene Strukturen aufbrechen!" So der Don in einem vertraulichen Gespräch mit einem Reporter des Kreutzers, bei dem - wie üblich - Fragen des öffentlichen Interesses neben persönlichen Dingen zur Sprache kamen. „Wir treffen uns im Silbernen Elfen, dann geht's zur Festung des Lichts, Torog-Nais Mauern aufbrechen." Aber doch im Lichte der Völkerverständigung und der Botschaft des Friedens? „Selbstverständlich ruhen sie dann in Frieden. Wir vernichten Torog-Nai." Wann ist die „Pax Akronis" perfekt? „In ein-zwei Jahren stellen wir ihre Truppen zur letzten Schlacht." Der Don ist also länger unterwegs? „Für Regierungsgeschäfte werde ich diesen Feldzug ab und an verlassen müssen, für mein Volk." Und wenn sich kaotische Truppenteile anschließen? „Nur ohne ihre Fürstin ‚Celeste'" Don, wir wünschen euch alles Gute auf dem „langen Marsch" für das Licht und den Frieden! Möget ihr neben dem Sieg in der Schlacht auch eine neue Donna finden... Der Kreutzer wird natürlich brandaktuell für Sie berichten! „Nur Flaschen sind ganz voll!" So diverse Besucher der Taverne, die nach einigen Schlücken feststellen mussten, dass sie nur ein halbvolles Glas Bier in der Hand hielten. Wir meinen: Wenn Norwick jedes ausgeschenkte Bier einer Qualitätskontrolle unterzieht, ist das Akroner Volk sicher vor heimtückischen Giftmischern! Norwick, jüngste und bärtigste Schankmaid, ist nach Kreutzer-Recherche außerdem jederzeit offen für tiefsinnige und ernstgemeinte Diskussionen mit Querulanten, Schwerenötern und besoffenem Gesocks, das seine eigenen Schuhe mit dem Urinoir verwechselt. Einfach mal ansprechen! Wie die Taverne versichert, schenkt sie übrigens nur von Lord Pilsen und Batida „persönlich veredeltes" Bier aus, das auf diesem Wege seine sattgelbe Farbe und seinen unverwechselbaren Geschmack erhält. Orchideen jetzt mit neuer Lehrmeisterin? „Der Orchideen-Orden wird demnächst von Batida in die Geheimnisse der weiblichen Künste eingeführt," so eine bekannte Tavernenbraut. „Das, was Batida sie lehren könnte, sollen die Orchideen niemals lernen", hält eine bekannte Adlige dagegen. Der Kreutzer ist natürlich auf der Seite der Wissbegierigen - sollte man die Mädchen künstlich in Unwissenheit halten? Komplott gegen den Don? Es gibt kein Komplott. Zumindest kann der Kreutzer aus finanziellen Gründen leider nichts weiter dazu berichten. Wir danken in diesem Zusammenhang Sir Guntram für seine großzügige Spende, die das weitere Erscheinen und die unabhängige Berichterstattung des Kreutzers garantiert! Des Dons neue Kleider! Wie gut unterrichtete Kreise der Damenwelt berichten, ist die neue Akroner Sommermode für den Herrn jetzt erhältlich. „Er trägt gestreift. Auf jeden Fall gestreift", so eine wohlbeleumundete Seefahrerin, „genau wie die Unterwäsche von Jaromir. Strumpfhosen, auf jeden Fall Strumpfhosen. Hose geht, aber nur bis knapp über's Knie. Rock nur, wenn nicht zu sichtnehmend. Farbe. Auf jeden Fall Farbe. Und das heißt nicht matschbraun, schmiergrün und zahnfäuleschwarz, sondern hell, freundlich. Mut. Auf jeden Fall Mut zur Farbe.". Und was wird da der Feind denken? „Der wird rennen. Der sieht doch schon von weitem, das da keine Durchschnittsmännerarmee naht. Auf keinen Fall. Auf gar keinen Fall", so eine weniger gut beleumundete Tavernenbraut. "Der neue Akroner Mann schämt sich nicht, mal abzuwaschen, seiner Frau eine Freude zu machen, der macht das gerne. Der ist nicht immer betrunken und ungewaschen, auf keinen Fall. Auf gar keinen Fall. Der ist gepflegt, aber trotzdem verwegen. Bart ja, aber nur Spitz, bei fliehendem Kinn. Kein Schnauz, niemals, und immer flaumig-weich. Hart, aber sinnlich, schöne Hände." Dazu ein anonymer Waldläufer-Wirt: „Der moderne Akroner Mann kotzt im Sitzen und nicht mehr im Stehen."
 
< Zurück   Weiter >

© 2010 Akron
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung - www.vorratsdatenspeicherung.de

Login

Tach Gast.






Passwort verloren?
Noch kein Benutzerkonto?
 Registrieren

Home