22. Muscul a.A. 67 t.n. - STIMMEN ZUR SCHLACHT
Hier ist Achim Ganz-Vorn, ich hatte nicht nur die Ehre dem Verlauf der Schlacht beizuwohnen, ich durfte auch bei einigen geheimen Gesprächen und vielen Vorbereitungstreffen dabei sein. Ich war die ganze Zeit an der Seite des Fürsten und viele meiner Redaktionskollegen waren an anderer Stelle und werden später berichten. Von der Siegesfeier brummt mir zwar immer noch der Schädel und vom Jubelgesang bin ich heiser, aber meine Stimme brauche ich als Kreutzerreporter nicht und anderen muss es noch schrecklicher gehen, denn die hatten in den letzten Tagen der Schlacht wesendlich mehr zu sagen und lauter zu schreien. Drum leset die Begebenheiten wie ich sie Erfahren hab, ungeschminkt und in vielen Details, denn Akron hat nichts zu verbergen, im Gegenteil.
Viele Wochen vor Schlachtbeginn starteten die Vorbereitungen. Einige wichtige Punkte dessen waren z.B. die Verhandlungen und das Anheuern von Söldnern, welches durch Sir Jaromir von Breitenfels, Sir Hylar Hornfell, Richard Rosenherz und Karl von Klinge zum Erfolg gebracht wurde. In den taktischen Vorbereitungen gibt es ebenfalls einige Personen Hervorzuheben. Schwester Nadescha und Kieth McSudro von den Jarlern sowie Ritter Gwen Fjandal Turpack, die Ihre Vorschläge zur Kennzeichnung der Truppen und zum Bau brauchbarer Kriegsgeräte auch sofort in die Tat umsetzen. Über die etlichen Schlacht Taktischen Gespräche werde ich nicht mehr viel sagen, wer weiß was es in der Zukunft noch so alles geben wird. Nur soviel, unter den vielen erwogenen Möglichkeiten entschieden sich unser aller Fürst Miguel don Pacos und seine Generäle für ein strategisches Vorgehen, welches aus Reihen des kampferfahrenden Zwergenclans zu Akron, den Bierbärten kam. Dieser besagte, das die Truppen in Ihren drei Einheiten vorgehen, die linke einzig ihre Stellung halten soll, die Mitte Druck macht und die rechte Flanke als Mannstärkste und erfahrenste Einheit einen gewagten Keil schlägt und dann versucht die feindlichen Heere zurückzutreiben um mit Hilfe des Tallhofers Tross auf der linken Seite zu kesseln. Das ganze sollte von den drei berittenen Reserveeinheiten, den Artelleristen und Bogeneinheiten unterstützt werden. Leichte Einheiten sollen Versuchen, wenn es das Gelände hergibt, an den Reihen vorbei durch Wälder oder einen größer gelaufenen Bogen an die feindliche Artillerie zu gelangen. Wie es dann wirklich laufen sollte durch mannigfaltig zusammengetragene Optionen vom Heerführer spontan entschieden werden. Der wichtigsten Punkt und da waren sich alle einig, sollte es aber sein, egal was geschieht, den Zusammenhalt und die akronisch sonnige Lebensart zu demonstrieren. Diese unerschütterliche Lebensfreude die schon viele Frauen und Mannen nach Akron brachte. Aber natürlich wusste niemand zu diesem Zeitpunkt, wie es schließlich wirklich ablaufen wird. Viele Fragen konnten nur vor Ort entschieden werden. Wie viele unserer Truppen kommen wirklich aufs Feld? Was macht der Gegner? Wie stark ist die gegnerische Artillerie und wie hoch könnte der Schaden sein den sie anrichtet? Wo wird das Schlachtfeld gewählt werden? Vielleicht ist eine Teuteburger Wald Taktik, eine morgengräuliche Angriffstaktik oder wirklich eine rein hannibalsche Feldtaktik angebracht? Vieles musste bedacht sein und als ich das alles mitbekam, wollte ich wirklich nicht in der Haut der Heeresleitung und der Generalität stecken, das könnt ihr mal Glauben. Nun ging es aber los. Am zweiundzwanzigsten Muskul akroner Zeitrechnung werden Informationsblätter für den Feind verteilt. Das Lager in einem neunstündigen Marathon im Torhaus vom unglaublichen Sir Ronzo Klamides und Großmeister Pan registriert und mit Passierscheinen, nach einem eigens für die Schlacht ausgeklügeltem System, ausstattet. Das führte dazu, dass noch in der Nacht klar war, dass einige Spione im Lager waren und wer sie sind. Ich sage nur Nummer 27 und 28 EK. Diese konnten dann gezielt mit Fehlinformationen gefüttert werden. Die hervorragenden Spione im gegnerischen taten ihr Übriges und Informierten uns über die Gegebenheiten des Gegners innerhalb von Minuten. Miguel don Pacos höchst persönlich begrüßt in einer feurigen Ansprache die Truppen, die hervorragende Generalität des Fürsten, Guntram von Wartenberg, Sir Edward Henry Arthur Boen Woddcastle und Jaromier von Breitenfels, stellen die Strukturen und das weitere Vorgehen vor und der großartige Lagerkommandant Hylar Hornfell gibt die Lagersicherheit bekannt. Wachen werden eingeteilt. Kommandantes gewählt. Und zu guter letzt heizt die Akronische-Astarte-Inquisition ordentlich ein und die Priesterschaft gibt den Schlachtensegen. Es beginnt. Die einzelnen Heeresteile strukturieren sich für die Sicherheit im Lager. Fast undurchschaubare Dunkelheit und der Mangel an Kerzen, Öl und Fackelband machen dieses Unterfangen zu einer schwierigen Aufgabe, doch alle ziehen an einem Strang, positionieren sich und halten im ermutigen Licht des schwarz-weißen Halbmondes am Firmament ihre Wache. Der Fürst sitzt im ersten Kriegsrat mit den Kommandantes und erklärt ihnen die Vorgehensweise in Ihren Rängen. Geduldig beantwortet er alle Fragen und macht noch einmal Ihre höchste Verantwortlichkeit klar. In dieser Zeit überprüfen die Generäle die erste Heeresstärke und bringen diese zu Papier. Nach der Besprechung der Kommandantes treffen sich die Generäle und der Fürst zum ersten vorbereitenden Generalstab und erörtert die ersten Truppenerkenntnisse, gehen noch einmal die Vorgehensweise der Nacht durch, besprechen immer und immer wieder die Schlachtentaktik und werten ungeduldig die Informationen über den Feind aus. In den frühen Morgenstunden begeben sich die nicht wachhabenden Generäle zur Ruhe, der Fürst erwartet noch die ersten Botschaften vom feindlichen Lager. Sie ergeben allerdings keine neuen Erkenntnisse, so dass er sich, zum Kampf bereit, aber im Wissen um seine große Aufgabe am nächsten Tag zur Schlafstätte begibt. Die Nacht ward lang, Pattrollen erfragen Passierscheine, die Generäle koordinieren ihre Einheiten zu den Wachzeiten, leises Getuschel dringt aus der Taverne, die schwere Garde des Fürsten rotiert scheppernd um sein Zelt. Dennoch, es legt sich eine unheilschwangere Ruhe über die Heeresstätte. Dann, wie aus heiterem Himmel und in der frühen siebenten Stunde des dreiundzwanzigsten Muskul akroner Zeitrechnung läuten laut die Alarmglocken im akronischen Lager. Angriff heißt es, eine leichte Infanterie Einheit befindet sich schon vor den Toren und wird vom Tallhofers Tross im Schach gehalten. Aber viel Schlimmer, ein Trupp von achtzig schwer Gerüsteten ist dabei die Furt zu überqueren und zum Angriff zu blasen. Was für ein großartiger, wenn auch nicht allzu ritterlicher Schachzug klingt es noch aus dem Kommandozelt. Bei Astarte, dass hält die stehende Wache von Jaromir nicht lang auf, auch wenn sie sich todesmutig dem Feind entgegen werfen und schnell das leichte feindliche Spähkommando mit Hilfe der Tallhofers und den fabelhaften Telcontari, Mok´s Mannen und Askahvar unter der treuen Führung des „Patrioten des Jahres" Grizwei aufreiben. Beständig und blitzschnell erwacht das Lager beim ersten Glockenschlag. Nun geht es zu, wie in einem Bienenkorb. Doch bei all dem durcheinander, weiß jeder was er zu tun hat. Die Knappen Rüsten Ihre Herren an, die Läufer bringen ununterbrochen Meldungen vom Scharmützel und von der Furt, die Mannen werfen Kettenhemden und Plattenteile über, greifen ihre Waffen und sind innerhalb von Minuten kampfbereit und an Ihren Positionen. Allen voran die Generalität und der Fürst, die als erstes stehen, Meldungen empfangen und Ihre Einheiten sammeln. Aber trotzdem. Wenn in diesem hochbrisanten Moment ein vollgerüstetes Heer ins Lager einfällt, werden sie es alle schwer haben lange Stand zu halten. Doch da kommt die errettende Botschaft. Die fliehenden Infanteristen gaben dem feindlichen Kriegsheeren zu verstehen, dass im Akroner Kriegslager mächtige Einheiten aufmarschiert sind und es schwer werden würde sie zu überfallen. Das bewegt die Generalität des Gegners zu dem Entschluss, sich lieber in Ihr Lager zur Neuorientierung zurückzuziehen. Bei warmer Frühstücksmilch und Morgenchichah ist Ihr gut geschütztes Lager eh vorzuziehen. Boohrr, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie groß die Erleichterung im Akroner Lager war, als dies bekannt wurde. Doch der Erleichterung folgte schnell die Erkenntnis, dass es inzwischen zur achten Stunde des Morgens kräht, alle nur wenig schlafen konnten und kaum einer genug Bier getrunken hatte. Und es folgte Wut. Bevor diese Wut in Unmut umschlägt, galt es dem Luft zu verschaffen. So beschloss die Heeresführung einen großen Trupp unter dem Banner der rechten Flanke zusammen zustellen und dem Gegner die Milch ein wenig zu säuern. Gesagt getan, brachte Guntram 80 Mann in Position und brüllte in den Wald was das Zeug hielt. Eine halbe Stunde später kehrten sie zurück, ohne Feindkontakt aber sichtlich erleichtert. Eine Schlüsselszene spielte sich ab, als der General entschied, noch drei kleinere Trupps für Feldplänkeleien beim Gegner zu lassen, diese waren allerdings ohne eindeutig bestimmter Führung nicht in der Lage koordiniert vorzugehen und hätten sich dadurch fast in Lebensgefahr gebracht als Feindkontakt zustande kam. Durch Ihren beherzten Rückzug konnte aber schlimmeres verhindert werden und dem Heeresstab war klar, das kein Trupp außerhalb Ihrer Befehle oder eindeutiger Kommandostruktur einzusetzen ist. Einige Momente später kamen Parlamentärs der Gegenseite und handelten mit Sir Edward an der Furt bei akronischem Teechen und Keksen die Schlachtmodalitäten aus. Klar wurde, wo das gewählte Feld der Ehre sein wird, das die Parteien zu den halb vierer Nachmittagsstunden das Schlachtfeld betreten und die Heere dann freien Aufmarsch haben sollten. Aber was war es für ein Schock, als bekannt wurde, dass trotz eiserner Verhandlungen vom Einsatz der Kavallerie abgesehen wurde. Damit hat Akron sein Heer buchstäblich halbiert und die vorher entschiedene Taktik mit den Finten der schweren Reserve fiel ins Wasser, so bliebe für diese Aufgabe nur die schwere Leibgarde des Fürsten übrig. Aber das musste nun genügen, schließlich waren die Kriegsschweine um Karl von Klinge, Jesse Bluthund und die erfahrende Elite mit Sir Judas Demetrius und Lord Helmbrecht von Pilsen, Kampfmaschinen in Persona von der schweren Leibwache, die nichts stoppen kann. Gut eine halbe Stunde später ergab sich dann, als unserer Informant berichtete, das der Feind sich nicht an die Abmachungen hielt und schon mehrere Stunden vor dem Aufmarsch schwere Artillerie auf dem Feld errichtete und sich einschoss. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt. Die gesamte leichte Waldläufergruppe rückte aus um zu berichten, versprengte Gegner auszuschalten und vor allem in der Nähe des Schlachtfeldes im Wald Stellung zu beziehen und so möglich die Artillerie auszuschalten. Nun wurde die sofortige Heeressammlung durch eindringlichen Trommelschlag eingerührt. Alle, überrascht von der Dringlichkeit des Zusammenziehens, beeilten sich und bezogen Stellung bei Ihren Bannern. Eine viertel Stunde später waren alle bereit und der Fürst befahl denn Abmarsch zum Schlachtfeld. Und zwar durch Pfade im Wald, damit der Gegner nicht frühzeitig von dem Aufmarsch erfahren konnte. Trrrom, Trrrum, Trrrom ging der Takt der Trommeln die den schier endlosen Tross begleitete. Der Herbst schickte leichte Boen, als wollte er fröhlich ankündigen, da das ist Akron, Feinde spürt, hier kommt ein Sturm. Leichte immerwährende Nieselschwaden bedeckten Gewänder und Rüstungen mit perlendem Tau und kühlten den hitzigen Marsch. Vorbei an verbrannten Feldern durch Wälder dessen Blätter gelb und blutrot schimmerten. Trromm, Trruumm, Trroomm! „Hey Hey Hey Ho...": zu den eindringlichen Trommelschlägen gesellte sich der kraftvoll, kehlige Gesang der Männer als allen voran der Fürst und seine Elite das Feld betraten. Tiefe Furchen und schlammige Pfützen bestimmten den Boden. Auf einer leichten Anhöhe kamen sie an. Vom Walde her, am Rand des Arials blitzten die Spiegelsignale der Waldläufer. Ein Melder eilte herbei, als der erste Heeresteil unter General Guntram Stellung bezog. „Artillerie, zu schwer geschützt für die Waldläufer, aber für eine Handvoll Gerüsteter zu knacken": hieß es. Guntram war schon auf dem halben Weg zum Fürsten als dieser Ihm entgegen hielt und schrie das die gesamte rechte Flanke sofort vorrücken sollte und das Ziel war klar. Die Artillerie und die Wachen des Gegners mussten sofort zerstört werden um diesen taktischen Nachteil auszuräumen. Dies musste schnell geschehen und unter wenigen Verlusten, danach sollten Sie sofort wieder Ihre Heeresposition einnehmen. Guntram hielt inne, nickte verstehend und mit hitziger Glut in seinen Augen ging er zu seinen Mannen und gab den Marschbefehl. „Los Männer, auf den Feind zu!" Inzwischen bezog das Zentrum unter General Edward und General Jaromir mit der linken Flanke auf dem Feld Stellung. Während hinter dem Fürsten Kriegsgeschrei ertönte, wurden ruhig die beiden Heeresteile in Position gebracht. Vor! Vor! Aufrücken! Ein wenig nach rechts, Anschließen und Stopp! Klang es vom Fürsten und blind verstehend, fast im selben Atemzug, aus den Mündern der Generale. Die Truppen folgten Ihnen ohne zu zögern und eiserner Wille stand ihnen im Gesicht. Da erklang ein ersten krachen vom gegnerischen Feldplatz und Miguel don Pacos wusste die erste Hürde ist genommen, die Artillerie ist vernichtet. Kurze Zeit später bestätigte ein Läufer den Erfolg und das Banner General Guntrams näherte sich, um wieder Stellung zu beziehen. Als schließlich dem kompletten Heer verkündet wurde, das eine ihrer größten Ängste, die schwere Artillerie des Gegners zu Schutt geschlagen worden war, wich auch noch dem letzten Zweiflern die Angst aus dem Herzen und eines war klar, das wird kein Spaziergang auf einer netten Herbstwiese, aber ein Trauermarsch kann es jetzt schon nicht sein. Doch keine Zeit für voreilige Schlüsse und so ging es weiter. Der Gegner kamen nun ebenfalls unter lautem Getöse heranmarschiert. Nach und nach platziert er seine Einheiten. Endlich hat er Stellung bezogen. Von der Heerführung des Feindes ist niemand zu sehen. Der Fürst Akrons steht vor seinen Truppen, die Generäle warten mit der Ruhe von Tigern, bevor sie sich auf die Beute stürzen. „Guntram Bereit? JAAA! Edward bereit? JAAA! Jaromir Bereit? JAAAA! Klingt es über das Schlachtfeld, alles andere versinkt für einen Moment in Stille. Dann brüllt der Fürst „AKRON! ANGRIFF!" und das Heer setzt sich im Gleichschritt in Bewegung, jetzt tosend wie die Brandung eines Ozeans. Der Kriegsherr geht an die Position hinter den Schlachtreihen, wo seine Garde Ihn erwartet. Noch 50 Meter bis zur feindlichen Schlachtreihe. Was tut der Feind? Er bewegt sich kein Stück. Dann beschließt der akronische Feldherr nicht länger zu warten. „Schultert das Kriegsgerät! Zieht blank! Geht auf Kontaktstellung! Vorwärts! Für Akron!": ertönt es erneut und mit lautem Kriegsgebrüll rücken die Truppen vor. Jetzt treffen sie endlich aufeinander. Von nun an geht alles unheimlich schnell. Die Ballisten feuern was das Zeug hält, Armbrustschützen und Bogeneinheiten lichten die feindlichen Reihen aus dem hinteren Bereich. Vorn prasseln Schwerthiebe auf Schilde und Rüstungen. Dann gibt es eine Sekunde der Ruhe, alles läuft wie in Zeitlupe und fast gleichzeitig ab. Links bohren sich die Truppen Jaromirs in den Boden und halten einfach nur Stand, wartend auf den Befehl zum Vormarsch. Sie treffen auf den schwersten Widerstand. Miguel schickt seine Kriegshunde zur Verstärkung rüber. Das Zentrum geht in wildem Kampfgeschrei auf Vollkontakt, die Jarler werden wahrlich zu Wildsäuen und geben alles, die Kreuzkirche ist voll in ihrem Element. Der Kardinal kreiselt sich fast blind vor Jähzorn in die feindlichen Reihen und muss immer wieder von Sir Wieland in die Schlachtreihe gezogen werden, ein wahrlich impulsanter Anblick. Edward hält trotz aller Wildheit die Zügel fest in der Hand und rückt entschlossen vor. Dann zur rechten Flanke, General Guntram. „Jetzt!": brüllt der Kriegsheer und der General reagiert sofort. Die Zwerge und die Astarte Inquisitoren fräsen sich als Keil in die linke Flanke des Gegners Rabenstein und Terrioner geben Ihnen Deckung. Guntram zieht seine übrigen Truppen in einem lang gezogenen Wall um die Flanke des Gegners, in diesem Moment schickt Griswai seine Spähtrupps in einen heroischen Nahkampf. Askahvar, Moks und Telcontari kämpfen bis aufs Blut. Das ist der Moment an dem die Moral der malträtierten, gegnerischen linken Flanke vollends bricht, und sie beginnen eine chaotische Flucht. Das reist das generische, hauptsächlich solanische Zentrum, mit ins Chaos, die wilden Attacken der Jarler und des Blutsturms tun den Rest, auch sie türmen. Guntram lässt seine Truppen nun die wilde Verfolgung aufnehmen und zerreibt die Flüchtenden bis zum nahe gelegenen Waldrand vollends. Edward steht auf seinem zentralen Platz und hört den ruf des Dons. Er zieht daraufhin seine Truppen im Halbkreis auf die rechte Flanke des Gegners und beginnt diese einzukesseln. Auf der stark attackierten Flanke Jaromirs werfen Karl von Klinge und Lord Pilsen die Mannen in den Kampf und ersetzen selbst entstandene Lücken. Viel Zeit blieb Jaromir und Ihnen nicht mehr, aber sie stehen eisern. Genau in diesem Moment, genau rechtzeitig hat Edward mit dem Zentrum seine Position erreicht. Jaromir schickt den Tallhofers Tross links vor und die Falle schnappt zu. Eingekesselt und zu einer Schildkröte zusammengezogen können die feindlichen Truppen nur noch in die Knie beugen und kapitulieren. Die Aredroqueaner, die auf dieser Seite stehen, werden durch die schwere Fürstengarde ausgeschaltet. Dabei bringt Jesse Bluthund den feindlichen Kriegsherrn, der bis zu letzt verbittert kämpfte zu Fall. Die übrigen im Kessel geben nicht vollends auf, sie palavern was das Zeug hält und beinahe wäre es ihr Verhängnis geworden, denn in diesem Moment erreicht dem Heerführer ein Läufer mit der Botschaft, das weitere schwere Reserven sich auf die angeschlagene Einheit unter General Guntram zu bewegen. Da bleibt keine Zeit Tod oder Kapitulation. Mit ernster Mine bringt er den eingekesselten Feind dazu, die Waffen wegzustecken und lässt ihnen freies Geleit aus ihrer Falle. Sie nehmen an. Edward beginnt sofort seine Truppen erneut um sein Banner zu versammeln. Die linke Flanke vor allen aus Söldner bestehend, wird von Jaromir zur Räson gebracht und sie brechen ihre Plünderungen entschuldigend ab. Zu früh kam ihr Siegestaumel. Die Heereseinheiten haben sich gerade in Stellung begeben, als der bedankenswerte Bote `Kian` die alles entscheidende Botschaft zum Kriegsherrn bringt. Aufgabe! Kapitulation! die Feindliche Reserve hat sich kampflos ergeben. Das hieß nicht mehr und nicht weniger als : SIEG FÜR AKRON. Innerhalb von gerade einmal dreißig Minuten besiegen die Truppen Akrons den vermeintlich weit überlegenden Feind und, wir erinnern uns, mit genau der Taktik die sie zwei Wochen davor beschlossen hatten. Es ist unwirklich was nun geschied, die Jarler beginnen aus Unglaube über ihre wenigen Wunden erstmal eine derbe Prügelei. Sir Edward Henry Arthur Boen Woddcastle und Sir Phillip geben sich erstmal ein Duell, da Sir Edward irgendetwas versprochen hat, was Sir Phillip falsch verstand. Jetzt, obwohl er es nicht machen müsste, stellt General Edward sich im Namen der Ehre und besiegt Sir Philip erneut. Vor dem akronischen Kriegsfürsten kniet einer der ehrenwerten Adligen und überreicht sein Schwert, ich kann von hier aus nicht erkennen wer es ist, aber Hochachtung vor diesem Mann, der hat mal Ehre. Heiler flitzen ungläubig über das Schlachtfeld und suchen Akroner aber vergebens, aus lauter Verzweiflung heraus heilen sie die Feinde im Akkord. Was für ein Durcheinander. Da! Der Leichnam des feindlichen Feldherrn Tassilo von Armingstein ist geborgen. Dann kommt auch schon der Priester der akronischen Astarte Kirche Elmar. Er segnet den Körper, reinigt den Geist des Gefallenen Helden, befreit ihn von seinem Untoten Fluch. Ein treuer Freund des Verstorbenen der Sir Nicola tritt hervor und erweist seinem Herrn einen letzten Dienst, befolgt seine letzte Weisung, mit voller Kraft senkt er sein Schwert in den Leib Tassilos. Was für ein heilloses Wirrwahr. Ich weiß grad nicht wovon ich zu erst berichten soll, und bringe jetzt schon vieles durcheinander. Darum tat ich das was ein jeder unbedeutender Akroner in solchen Momenten tut. Ich kniete nieder und dankte Astarte für dieses großartige Ereignis. Nun ist es ein für alle mal klar, Akron ist heimgekehrt in sein Land. In diesem Moment versagt leise der Regen, langsam verschwinden die Wolken vom Himmel und der Wind flaut ab. Die Sonne, göttliche Friedensbotin, erhellt mit ihren Strahlen die Szenerie als wollten sie sagen, hier ist Akron, hier seid ihr willkommen, willkommen zu Haus Schwestern und Brüder. Damit legt sich das durcheinander um mich herum und es stehen die siegreichen Helden wieder vereint. Nun Stimmen sie an, das alte Lied der Elfkreuzer, und glaubt mir, noch nie habe ich es so gehört wie in diesem Moment, so klar, so heroisch, so rein. „Beherrschen dies Gebiet, singen stolz ihr Lied..." Alle versammeln sich nun zu diesem friedlichen Reigen. Der Fürst erklärt mit mächtiger Stimme, dass auf diesem Schlachtfeld der Krieg und die Feindlichkeiten beendet seien und ein für alle mal zu Grabe getragen. Es beginnt die Zeit der Besinnung und die Zeit der neuen alten Bunde, die es zu schließen gilt, für den noch immer währenden Kampf gegen die Finsternis, den Kampf gegen die Torog Nai, verkündet er weiter und die Streiter toben vor Begeisterung. Kardinal Jähzorn wird nach vorn gerufen und bekommt vor allen Anwesenden für seine Helden taten und die Heldentaten seiner Mannen, welche nicht das erste mal für Akron stritten, eine Trutzburg in West Akron zugesprochen. Herr Gadur Dieberberg aus Rabenstein bekommt für seinen besonderen Mut vor dem Feind ein Lehen in den Stammlanden zugesprochen. Kieth McSudro aus Jarl, ein Lehen in West Akron. Dann geht es zurück ins Lager. Ich bedauerte ja schon nach der Schlacht all diejenigen die zu Hause bleiben mussten, aber jetzt, nach dem Siegesfest, bedaure ich sie umso mehr. Das war ein Erlebnis Freunde. Erst die feierliche Verbrennung von Tassilo von Armingstein; und hört: ich sah seinen Geist im Ultorgewand lächelnd am Rande stehen, friedlich nicken und entschwinden. Oder der grandiose Ritterschlag und die Belehnung des Sir Rigobert von der Steinwacht, da flossen wahrlich Freudentränen. Der Höhepunkt war dann aber die spontane Feier in der Kommandantur. Da dachten die hohen Herren, sie können sich mal so still und heimlich ob der Strapazen der Schlacht in kleiner Runde zurückziehen und einfach so einpennen. Da hatten sie sich aber reichlich geschnitten. Alle kamen und alle sangen mit ihnen einen akronischen Hit nach dem Anderen, ließen sie und die Taten aller hochleben. Es tanzten viele ausgelassen auf den Tischen bis früh in den morgen hinein.... Einige Stimmen nach der Schlacht : Miguel don Pacos: „ Akroner, Freunde, Verbündete! „Veni, vidi, vici!" So sieht das nun mal aus, wenn man Akron angreift."Judas Demetrius, erster Ritter Akrons: „Oh Mann, ich lege mein Schwert nieder, nenn mich Piwo und gehe zurück auf meinen Hof. Akron hat zu viele Schwertarme für solche Angreifer und das war in den letzten zwei Kriegen nicht anders" Guntram von Wartenberg: „Was? Wie? Schon vorbei! Neeeiiiinnnn ! Vorwärts Attacke!" Yaromir von Beitenfels: „Na Großartig, wir standen wie die Eins äh Elf, machten den Job und glänzten, pah. Richard, das mit der Platte dauert mir zu lange, hol die Schuppe" Sir Eduard of Woodcastel: „Oh no what motherf***´n Shit, Wir hielten nicht das vereinbarte Schritttempo ein? Ich gestehe meinen Fehler und gehe die Ehrenhandel ein. Für die Ehre!!!" Alena, Richard, Corso, Bob, Badarius im Chor: „ Nischt wärn sie, die Herren ohne Elefen und Knappen, aber wir machen das gern denn bald kriegen wir auch Rappen...!" Der Faivel des Tallhofers Tross: „ Wow, brillante Taktik, große Disziplin, hervorragende Struktur und ein erschreckend leichter und trotzdem eiserner Willen. Was für ein Fürst und was für Generale, es wahr mir mehr als eine Ehre bei euch gestanden zu haben. Wir kämpfen seit vielen Jahren und haben so wie Ihr, niemals auf der Seite der Unterlegenden gestanden, aber so etwas, haben wir noch nie erlebt. Sollten die guten alten Tallhofers vielleicht eine würdige Heimat gefunden haben..." Bur Askahvar: „wag wallum carnun y taliesin y hurl. pirka cha tai ketu wash kryn miguel don pacos." Nori Ferkelfänger: „ Har, Har, für das Erbe von Gorillion, für Miguel von Sacknuss. Was für ein Spaß, rollt die Fässer rein jetzt wird gesoffen, au ja, bei Borins Hammer" Lord Pilsen: „Ich sag ja, trinkt mehr Bier, dann würde es allen jetzt besser gehen..." An dieser Stelle werde ich den Weisungen meiner Helden folgen und alle die, die es zu erwähnen gilt, noch einmal mit persönlichem Dank ansprechen. Wir danken zu erst einmal: dem akronischen Nachschub und Versorgungstross der besonders durch das Engagement von Batida für Erfrischung und Freude vor, während und nach der Schlacht sorgte. Wir danken der unglaublich liebreizenden Lyrgain, die mit ihren Heilern, die durch Ihre Erfahrung und mit Ihrer Beherztheit einen jeden der lebte wieder zu Kräften brachte. Wir danken Schwester Nadescha mit ihren Bogenschützen /hervorzuheben hierbei die Schützen aus al Shavek/, ihre Armbrustschützen und ihren Eliten an den schweren Ballisten. Danken dem heldenhaften Herrn Del Brack der als einziger für Drakenstein stritt und sich als wahrlich guter Unterhändler entpuppte. Wir danken der linken Flanke mit den Helden vom Thalhofers Tross, von Kors Bluthunden, vom den Hodos Chamelionis, von den Blutadlern, vom Haufen, den Sadauker, den Leuten von Calandris und den Orbalesen. Wir danken dem Zentrum mit den Tapferen aus Jarl, dem Nordischen Blutsturm, den Edlen um del Brack, den Sechs Winden und den Terrionern/Dataronern. Wir danken der rechten Flanke, die den alles entscheidenden Dolchstoß vollzog, mit den Helden des Blutsbanners, den Rabensteinern, Mok´s Schweinehaufen, den Tel Contari denen voran der Mann für besondere Angelegenheiten, den Patrioten des Jahres: Herrn Grizwai, den Bierbärten, der akronischen Inquisition und den guten, rauen Freunden aus den Reihen der Askhavar. Wir danken vor allem den beherzten Helfern am Rande, den Läufern, Elefen, den Knappen und Schildträgern Frauen und Mannen die sooft übersehen im Hintergrund, wahre Heldentaten verrichten. All den Helden die Kriegsgerät bauten und Pavisen, Stellschilde und Ballisten hin und zurück schleppten. Wir, die wir danken. Das sind alle Akroner, ist General Jaromir von Breitenfels, General Edward Henry Arthur Boen Woddcastle, General Guntram von Wartenberg und der Feldherr Miguel don Pacos. Post Skiptum: Die Akronische Kanzlei gibt bekannt, das Fortan, als dank für den Beistand in vielen Schlachten Akrons ist es dem Volk der Askhavar von nun an gestattet innerhalb aller - der akronischen Herrschaft unterliegenden - Lande zu lagern, zu jagen und sich von den Früchten des Landes zu nähren, sofern die gejagten Tiere sich nicht innerhalb einer eingezäunten Weide oder die Früchte auf einem ebensolchen Feld befinden. noch was: Ein Bote erreicht das Zelt der holden Batida. Unter dem Arm trägt er ein güldenes Päckchen. „Hier holde Maid. Für Euch, direkt vom Fürsten." Sagt der Bote, ist ausser Atem und lächelt stolz. Batida öffnet das Päcken und merkt, dass es an den Außenseiten durchlöchert ist. Samtig wurde es ausgelegt und eine kleine grüne Schildkröte mit genügend Salatblättern vor sich, blinzelt sie liebevoll an. Auf dem Rücken der Schildkröte ist ein Schreiben, welches das Siegel des Fürsten trägt. Sie bricht das Siegel und ein kleiner silberner Schlüssel fällt in Ihre Hand. Sie liest: " Hey Batida, im Hafen zu akronisch Aredrock liegt ein niegelnagelneurer Sechsmaster, voll bemannt und mit Kanonen an Bord, und du hältst gerade den Schlüssel dafür in der Hand. Warum du eine „Tortuga", das heißt in meiner Heimat Schildkröte, haben wolltest, weiß ich nicht, aber hier, sollst du haben. Einen Namen hat sie noch nicht, aber dir fällt bestimmt etwas ein. Es grüßt dich dein Fürst Miguel don Pacos P.s. und danke für deine entspannenden Übungen" so, dass schrub Achim Ganz Vorn und der nimmt jetzt, nach einer Panschen Schlammkur, erstmal ein halbes Jahr Urlaub. Für Akron Für den Kreutzer extra Beilage Aus der Schreibstube seiner Hoheit Sir Edward Henrey Arthur Bowen Woodcastle zu Veröffenlichung im akronischen Keutzer. Wie wir erfahren haben, ist Sir Edward, General des Zentrums der akronisches Heeres in Westakron, höchst unerfreut über einige wilde Gerüchte, die bezüglich der Schlacht, nach dem klaren Sieg selbiger, aufgetaucht sind. Daher nun einige Richtigstellungen. Falsch ist, dass die Parlamentärsverhandlungen zwischen General Edward und Baron Phillippe Michel Coré von der Roten Garde gestört worden sei, als diese plötzlich über den Fluss gestürmt kamen. Richtiger ist vielmehr; dass am Freitag Abend der akronische Unterhändler sehr wohl mit Pfeilschüssen vor den Toren der Befestigungsanlage der aredroquianischen Truppen empfangen wurde. (Jedoch hat man ihn verfehlt.) Die Gedpräche am Samstag dagegen, fanden in einer entspannten und sachlichen Athmosphäre bei Tee und Wein statt.. Falsch ist auch, dass der Tallhover Tross Samstag früh den Befehl hatte, ihre Gefangenen zu erschlagen. Richtiger ist vielmehr, dass man sich bei den Parlamentärsgesprächen darauf geeinigt hat, derlei Taktiken nachfolgend zu verbieten und weiterhin anzuordnen, dass sich ergebenden Truppen Pardon zu gewähren ist. Falsch ist ebenfalls, dass General Edward nach der Schlacht Sir Phillippe auf Leben und Tod gefordert hätte, weil dessen Artillerie noch vor dem vereinbarten Zeitpunkt in Stellung gegangen war. Richtiger ist vielmehr, dass Sir Phillippe General Edward gefordert hat, weil die kaozische Artillerie schon um die 3. Stunde am Nachmittag angegriffen und vernichtet worden ist, der Schlachtbeginn aber erst eine halbe Stunde später angesetzt war. Falsch ist weiterhin, dass Sir Phillippe von einigen Männern des akroner Heeres während des Zweikampfes verhöhnt worden sein soll. ... Oh! - Wie ich gerade erfahre, ist diese Nachricht doch nicht falsch. Das bedauern wir zutiefst und General Edward hat sich noch während des Duelles auch dafür entschuldigt. Diesbezüglich bemängelte er insbesondere die Geschmacklosigkeit der Bemerkungen. Falsch ist besonders, dass Sir Phillippe den Zweikampf gewonnen hätte, und hinterher von einem wütenden Akroner gemeuchelt worden sei. Richtiger ist vielmehr, - Und darauf legt General Edward besonderen Wert. - dass Sir Phillippe das Duell verloren hat, ihm jedoch von General Edward Gnade gewährt wurde. Der Mann, welcher plötzlich ein Messer gezogen hatte, - Und das Mitten auf dem Schlachtfelde! - wurde sofort von einem Commandante zurechtgewiesen, die Waffe auf keinen Fall gegen einen der Sires zu richten. Woran sich dieser auch hielt. Falsch ist genauso, dass Tassilo von Armingstein auf dem Schlachtfeld gemeuchelt worden sein soll. Richtiger ist vielmehr, dass ein ulthorianischer Glaubensfreund höchst selbst ein Schwert in die Brust stieß mit den Worten: "Ulthor will es!" Dies führte allem Anschein nach zum endgültigen Ableben des angeschlagenen Korpus. Falsch ist schließlich auch, dass die Männer, unter General Edwards Kommando, mordend über das Schlachtfeld gegangen wären, wie Bauern bei der Kornernte. Richtiger ist vielmehr, dass sich die Männer nicht wie Bauern verhielten, sondern wie Krieger, und auf dem Schlachtfeld dennoch relativ wenig Männer ihr Leben lassen mussten. Ein Großteil der Verluste, wurde dem Gegner nämlich schon in der Nacht und am Vormittag zugefügt. Und zwar hauptsächlich auf der akronischen Seite jenes reißenden Flusses, in dem bedauerlicher Weise Streiter beider Seiten ertrunken sind. Möge Astarte auch ihren Seelen gnädig sein! 29 Muskul a.A., aus Eddyborrow in Akronisch -Welfen Berthelm Glimbersieg, Prospektor und Chronist
 
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