| 14. Ague a.A. 66 t.n. - UNHEIMLICHE BEGEBENHEITEN |
|
Aus
einigen Grenznahen Südwest-Akronischen Dorfern kamen der Redaktion merkwürdige
Vorfälle zu Ohren. Die Schafherden der Region seien schon seit einer Woche sehr
unruhig und abgemagert, so berichten die Schafhirten. Des Nachtens höre man
verängstigtes Blöken von den Weiden und morgens ist das Gras zertreten und die
armen Schäfchen zittern vor Erschöpfung. Vermutete Wolfsrudel sind nie entdeckt
worden, woher also diese Unruhe?
Seit aber vor zwei Tagen einer der Schafhirten zwei Kupfer mit rabensteiner Prägung auf seiner Weide im zertrampelten Gras liegend fand, denkt sich jeder im Ort so seinen Teil. Die Kuh- und Schweinehirten verschließen jedenfalls ihre Ställe für die Nacht; nur zur Sicherheit. Wissenswertes über rabensteiner Bier: Merkwürdig anzuschauende Schwebeteilchen im Humpen, der leicht faulige Geschmack, erbarmenswerter Mundgeruch, morgendliche Übelkeit und Kopfschmerzen; wer, der in Rabenstein schon Bier getrunken hat, kennt das nicht? Das, liebe Landsleute, kommt daher, dass in Rabenstein das akronische Reinheitsgebot nicht beachtet wird. Hiernach ist es Pflicht, einen ganzen Tag bevor das Bier über die offene Kanalisation von der Brauerei in die Lagerbecken geleitet wird, eben diese Kanäle mit Wasser von Unrat und Jauche freizuspülen. In Rabenstein geschieht das nicht! Daher auch der rabensteiner Ausspruch: "Hast du was in der Gosse verloren, trink ein Bier in der Taverne und es wird sich schon finden!" Mit diesem Wissen ist es auch nicht schwer sich vorzustellen, wie in Rabenstein die gelbe Farbe des Bieres zustande kommt. Na denn Prost! |
| < Zurück | Weiter > |
|---|
© 2012 Akron
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.