Die Arkane Akademie zu Akron
"Ich bräuchte da mal eine Ritualwache..."

Im Nordosten des Hertenbruch gelegen findet sich der Sumpf Temurahs. Ein unseliger Ort, solle man ihn betreten, voll von kreuchendem Getier und furchtbringendem Schatten. Viele Geschichten und Mythen spinnen sich um den aus alter Zeit stammenden Turm und seine umliegenden Gebiete. Im letzten nordöstlichsten Teil des Sumpfes findet man die „Arkane Akademie zu Akron“, begründet, ausgebaut und geleitet durch den Grossmeister Pan.

Die Arkane Akademie zu Akron

Das Gebiet der Akademie umfasst einen halben Tagesmarsch in der Querung.
Um einen nahtlosen Ablauf der Akademie zu gewährleisten, ist die Bewohnerzahl, mehr oder minder, begrenzt.
Hierin enthalten sind Lehrende, Lernende und deren Handwerkerschaften. Untergebracht sind die verschiedenen Gruppen in ihren jeweiligen Häusern. Die Lehrlinge in Gruppenbehausungen, die Lehrenden hingegen in standesgemässen Häusern.
Die Ehemaligen, welche heute einem Handwerk nachgehen, sind auf sich selber gestellt und haben für ihre eigenen Unterkünfte zu sorgen. Dies führt dazu, dass es verschiedenartigste Behausungen auf dem Gebiet der Akademie gibt.
Eine Ansammlung von Gebäuden entstand vor einiger Zeit um den, im Sumpf verwurzelten Turm. Hier lehrt und forscht die Arkane Akademie zu Akron. Auch wurde das Gebiet kanalisiert und Urbar gemacht, sodass eine Selbstversorgung nahezu möglich ist.
Neben dem Hauptturm, welcher ehrwürdig und alt erscheint, wurde die grosse Halle errichtet, welche die Bibliothek enthält. Auch vielerlei Wirtschaftsgebäude braucht es, um den Ablauf der Studien am laufend zu halten. Darum kümmert sich eine Vielzahl von helfenden Händen.
Unter anderem finden sich hier Stellmacherei, Kopierstube, Kerzengiesserei, Mühle, Schmiede, Sternenobservatorium, Destille, Papierschöpferei, Taubenschlag und eine Vielzahl anderer, wichtiger Handwerksgebäude. Diese Berufe werden ausschliesslich von Absolventen, arkan Geschulten oder von Pan Auserwählten verrichtet.
Einmal monatlich kommt eine langsam fahrende Kutschlieferung voll Gebrauchswaren unter dem Wappen des Herrn Ronzo Clamides in der Akademie an.
Diese Lieferung wird stets von einem Duzend Reitern begleitet, welches immer von Studiosi der älteren Semester der Akademie gestellt wird. Begleitet werden diese durch einen kleinen Teil der Wachgarde.
Während der Wintermonate treffen kampferfahrene Ausbilder aus Hornfell ein, die für die Leibliche Ertüchtigung der Studenten zuständig sind. Eine Ausbildung findet in allen Waffengattungen statt.
Gebundenes arkanes Wissen wird durch einen Meisterschmied aus Asakhal Dun in zwergischer Manier in stoffliche Form gebunden. Dieser lehrt seine zwei Lehrlinge, einen Menschen einen Elben, in der Herstellung solcher Artefakte an.
Abseits des Hauptgeschehens liegt ein kleines Haus, in welchem ein Wanderpriester des Astarteordens mit seinen zwei Gehilfen lebt. Diese wachen zusätzlich über das Geschehen in der Akademie.
 

 

Erfahrungsbericht
Gestern hat er mich fast umgefahren, ich könnte gerade noch zur Seite springen, als der Kutscher, mit seinen kohlenfarbenden Viechern an mir vorbei in die schwarze Nacht preschte. Ich mag diese Kutschen gar nicht , man kann sie kaum erkennen und sie fahren immer nur nachts oder in der Dämmerung los. Drei große schwarze Kutschen gibt es insgesamt auf dem Akademiegelände. Persönlichen Kontakt zu den Kutschern gibt es nicht, man sieht immer nur ihre schwarzen, langen Mäntel durch die nichts durch zu scheinen vermag. Kaum reiten sie vom Gelände, fast schon lautlos, verwinden die Kutschen im Nebel.
Ich vergass mich vor zustehen , mein Name ist Wenja Humpratz und ich bin Lehrling an der Arkanen Akademie zu Akron, seit fast zwei Dutzend Monaten bin ich hier. Geboren wurde ich vor 21 Jahren in Akronisch Dracconia, wo genau kann ich euch so auch nicht sagen – mein Stand führt über derlei Ereignisse nicht Buch.
Last mich euch nun meine Geschichte erzählen.
Ich kümmerte mich gerade um meine Brüder , als dieser komische Mann an unsere Tür klopfte. Leise unterhielt er sich mit meiner Mutter. Die Unterhaltung dauert lange, länger, als solch Fremder sonst im Gespräch mit Mutter verweilte. Während des Gespräches sah ich Mutter leicht weinen. Was wollte dieser Mann bei uns ? Schliesslich stand Mutter auf uns verliess das Haus. Der Mann hingegen blieb starr sitzen; ruhig ins Feuer schauend ist er mir in Erinnerung geblieben. Da bemerkte ich auf einmal etwas komische an diesem Mann, je länger ich ihn anschaute, desto mehr spürte ich diese Vibration in der ihn umgebenden Luft. Auf einmal war mir, als drehe er sich zu mir um. In diesem Moment flog die Tür auf, Mutter kam rein, und ich bemerke, dass der Mann sich nicht bewegt hatte. Schnurstracks ging Mutter mit ernster Mine auf mich zu.
„Wenja mein Kind höre mir zu: Spürtest du nicht auch immer schon, das du zu etwas Anderem berufen seyst?“; ungläubig schaute ich ihr in die Augen. Ich spüre einen immer größer werdenden Verlust zu all meinen bisherigen Werten und Vorstellungen. Der Sturz meines Bruders, der ihn unverletzt lies, die Vorahnungen um die Zukunft, all diese Dinge waren irgendwie nicht Normal.
„Du hast noch nie zur Bäuerin getaugt, deshalb habe ich entschieden das du lesen und schreiben erlernst. Der Mann dort hinten ist ein gelehrter der Akademie zu Akron. Die werden jetzt für dich sorgen.“ Wut stieg in mir hoch, an Mutters Schläfe rann ein Schweisstropfen hinunter. Hat sie Angst vor mir gehabt, all die Jahre ? Ein Gewitter von Gefühlen brach in mir aus. Ich hörte wie der Stuhl des Fremden auf dem Boden scharrte, jetzt drehe er sich in meine Richtung. Heiss wurde mir, ich dachte an Feuer. Ganz plötzlich schoss eine Flammenlanze aus dem Kamin, das Feuer schien ein Eigenleben zu bekommen – die Wut war heiß in mir. Zu dem Fremden drehend, sah ich in seinem Gesicht den Schein des immer größer werdenden Feuers. Seine Lippen murmelten unhörbare Worte, zu welchen sich das Feuer zu beruhigen schien. War das die Hand des Fremden auf meiner Schulter die ich plötzlich spürte?
Mutters verschreckter Blick war das erste woran ich mich erinnerte, als ich in einer Kutsche erwachte. Leichtigkeit in meinen Kopf spürend blicke ich aus dem Fenster der wild rasenden Kutsche. Ich erblickte, schnell an mir vorbei huschende, im Nebel liegende, Wälder. Der tief am Himmel hängende Mond streichelte mein Gesicht. Komisch beruhigt wogt mich das Wippen der Kutsche zurück in den Schlaf.
Ich erwacht in einem Zimmer, in dem ich nicht die Einzige zu sein schien. Stimmen holten mich aus meinen Träumen zurück. „Seht nur, sie erwacht endlich!“ hörte ich jemanden sagen. Ich blickte mich um und sah drei Mädchen in meinem Alter direkt in mein Gesicht blicken. „Wir hatten uns schon Sorgen gemacht, dass Du nicht mit uns zusammen zum Essen gehen wirst:“ „Wie heisst Du? Wie alt bist Du? Wo kommst Du her?“ Geborgenheit stieg in mir auf – noch niemals war jemand so interessiert an mir gewesen… Und das war erst der Anfang.
Nun bin ich also schon seit fast zwei Jahren hier an der AAA und will euch Etwas von meinem Erlebten zuteil werden lassen.
Pünktlich zum Sonnenaufgang ist Unterrichtsbeginn, vorher jedoch müssen die rituellen Waschungen gemacht sein. Also stehen wir sehr früh auf und bereiten uns auf den Tag vor. Nach dem ersten Unterricht wird das Frühmahl eingenommen, aber schnell, denn der nächste Unterricht wartet nicht auf uns.
Zur Mittagszeit wird dann der Leib geschult. Wir laufen und schwimmen, springen und hangeln an den Bäumen. Dieses mag ich nicht, aber es ist gut, wenn ich mich auf meinen Leib verlassen kann. Manchmal sehen wir, dass auch Fremde hier verweilen. Es summt und brummt im Turm – die Kutschen fahren ein und aus, auch die, die nicht von hier kommen - und es treten allerlei fremdländische Delegationen hierhin und dorthin. Auch Pan ist dann meistens hier, empfängt er doch ebendiese in seinen Räumen. Gemüse und Obst gibt man uns nun zu Essen und der Unterricht geht weiter. Diesmal aber lernen wir länger, als am morgen. Auch erfordern die Arbeiten mehr meiner Konzentration. Wenn die Hitze des Lernens am stärksten war, so sollen wir uns zurückziehen und über das gelernte nachdenken.
Das nutzen Alle gerne und verschwinden dann in den Kammern der Gemäuer.
Am Abend jedoch, wenn die Geister wieder frisch sind, lernen wir nochmals für eine lange Zeit. Nun strömen auch vielerlei Gestalten aus den Häusern und dem Turm, um in alle Winde zu verschwinden. Keiner kann genau sagen, um was es sich hier handelt, doch mutmaßen alle, dass es sich um Botengänger handelt. Die schönste Stunde des Tages ist gekommen, wenn die grosse Tafel eröffnet wird. Alle, wie wir hier sind, treffen uns zum Abendmahl. Dieses ist, jeden Abend aus Neue, ein Genuss, denn es sitzen zusammen all jene, die wir in der AAA leben. Hier tauschen wir wichtiges und weniger wichtiges miteinander aus. Lustig geht es zu, aber die Ordnung bleibt gewahrt. Die Lehrer sprechen auch hier die wichtigsten Neuigkeiten laut vor uns Allen aus oder es werden Gerüchte ausgetauscht. Pan selbst ist nicht immer zugegen, denn, man munkelt, dass er noch andere türme zu besuchen hat und sich nicht immer hier zeigen kann. Häufiger spricht man das Wort „Bukowina“ im Zusammenhang mit seiner Abwesenheit aus.
Nun kann, wer mag und sich im Stande dazu fühlt noch den Einzelunterricht belegen. Aber nicht nur Die, sondern auch Jene, welche das zu Lernende nicht ganz mitbekommen konnten. Spät in der Nacht, wenn ich so aus dem Fenster schaute sehe ich manchmal kleine Gruppen von Lehrlingen des höchsten Semesters auf das verwunschene zweistöckiges Haus am Rand des Sumpfes zugehen. Man erzählt sich, dass dort die ältesten Semester Sonderunterricht bekommen. Worum es dabei geht ist unklar aber vielleicht werde ich es ja noch erfahren wenn ich so weit bin. Nachts, wenn es dunkel ist sieht man manchmal aus dem hohen Turm herauskommend Strahlen, welche sich gleissend im Strahl bewegen. Genauer hinsehend erkennt man arkane Schriftzeichen entlang der Strahlen gewoben. Diese erhellen den Nachthimmel für wenige Augenblicke, doch verschwinden sie schnell. Die Älteren können sagen, dass es sich hierbei um eine höhere Form des Gespräches zwischen Pans Türmen handelt.
So geht es sechs Tage in der Woche, den Siebten nutzen wir ganz für uns – jeder so, wie er es mag. Beliebte Beschäftigungen sind hier „Pans tödliches Labyrinth“ und das „Sumpfrennen ohne Wiederkehr“.
In der kalten Jahreszeit unterweisen uns die Ausbilder aus Hornfell, in allerlei Kriegskunst, was den Umgang mit Bogen, Schwert und Schild angeht, sowie Theorie, Taktik und die körperlichen Schwachpunkte des jeweiligen Gegners.
Dieses ist für jeden von uns sehr nützlich, denn muss ein jeder von uns nach der Ausbildung hier an der Akademie für einige Jahre hinaus in die weite Welt und sich dort auf der Reise beweisen. Ich habe noch etwas Zeit, doch will ich mich nicht überraschen lassen. Aus diesem Grund suche ich mir in den kommenden Wochen den rechten Pfad meines Geistes heraus. Soll ich mich in der Kunst der Geistesmagie versuchen, oder doch dem Kampfe? Wird mein Weg mich zur höheren Sphäre der Artefaktation führen, oder soll ich in den Dienst eines hohen Herren treten, der um meinen Rat bitten wird? Auf der Reise wird sich Alles entscheiden und ich kann mich danach richten, oder es sein lassen – meinen Weg bestimme nur ich selber. Wenn ich mich dann reif genug fühle, kann ich wiederkommen. In der Akademie werde ich immer willkommen sein, so ich nur bereit bin mein Wissen zu mehren.  
Die meisten der älteren Jahrgänge haben schon ihre Waffen gewählt, ich habe noch keine, mit der ich am liebsten kämpfe.
Man sieht in den Händen der Älteren schon hie und da Stab, Schwert – auch mit Schild – und Dolch, doch immer aus einem Stein gefertigt. Keiner von uns soll sich mit zu viel Stahl umgeben, da dann die Ströme der hohen Kraft nicht so fliessen, wie sie könnten.
Wenn die Älteren Semester auf Exkursion gehen und sich der Lehrbetrieb nur auf uns Jüngere konzentriert, dann sieht man auch mal Delegationen von Gläubigen ankommen. Die Meisten der Priester kommen gerne und häufig, denn hier tauschen sie ihr Wissen mit dem der Meister unseres Wissens aus. Immer, wenn ich mitbekomme, dass wieder eine Gesandtschaft die Akademie verlässt, dann schaue ich in die Gesichter der Kleriker. Diese sehen dann immer sehr zufrieden aus und versprechen unseren Meistern wieder zu kommen. Ob es ihnen hier besser gefällt, als in ihren Klöstern?
 
 
 
  Aktive Wesen:
 
  •   Pan
  •   Guy de Froger
  •   Zeter Relemnar
  •   Elizabetha Natimowa Kalin´Chen
 
  Mögliche Anwärter magischer und unmagischer Natur:
 
  •   Silvanus
  •   Marius
  •   Moran
  •   Askord
siegelaaaaaa
 
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