Azaskhal Dûn ist ein altes, ein reifes Gebirge im sonnigen Süden Akrons. Sein Massiv erstreckt sich von der Steinmark im Westen bis nach Mindor im Osten. Im Norden grenzt es an das Lehen Hertenbruch, im Süden an Rabenstein. Im Zentrum des Massiv erhebt sich die Stadt Kar Dûm, Die steinerne Feste, und der Sitz des Hohen Rates der Bierbärte. Jedoch wurde Kar Dûm nicht von den Bierbärten erbaut sondern lediglich neu besiedelt.
Die Festung ist nach der Schätzung unserer Geoden ca. 4000-5000 Jahre alt und war mindestens tausend Jahre unbesiedelt. Ältere Stuckarbeiten und einige Aufzeichnungen, die wir von unseren Vorgängern entdecken konnten weisen darauf hin, dass sie dieses Gebirge in einem langen und harten Kampf hielten, jedoch zwei Monate nach ihrem Sieg auswandern mussten, da sie über keinerlei Vorräte mehr verfügten und die Felder in der Umgebung Azakhal Dûms verbrannt waren.
Als Gorillion vor etlichen Jahren mit einigen Zwergen das Gebirge besichtigte, welches ihm Miguel Don Pacos für die Gründung eines Akronischen Zwergenclans anbot, da gingen ihnen förmlich die Augen über, ob der Schönheit dieses Gebirges. Spitze Felsmassive die den Himmel zu tragen scheinen, schneebedeckte Wipfel umkreist von den Adlern Manwes, festes hartes Granitgestein, erbaut in der Schmiede Mahals. Wir spazierten drei Monate durch dieses Gebirge, und unser Entschluss hier ein Zwergenreich entstehen zu lassen, wie es Akron noch nie zuvor gesehen hatte wurde mit jedem Tag fester.
Es dauerte nicht lange, da war ein Haufen trinkfester Zwerge beisammen und gründeten den Clan der Bierbärte. Es ist kein alter traditionsreicher Clan, wie so manches Zwergenvolk, sondern ein frischer, ein junger Clan, mit vielen Ideen und neuem Schwung. Wir versammelten die reisenden Zwerge, boten ihnen eine feste Höhle und ein solides Geschäft. Gleichzeitig inspiriert durch den Gedanken sich in der Welt zu verdingen etablierten wir die Kultur, die jungen Zwerge von den Älteren zu zahlreichen Zusammenkünften und sonstigen Reisen mitzunehme. Sie sollten lernen wie die Welt außerhalb des Gebirges aussieht, wie man sich mit seinem Beruf verdingen kann, wie man mit den Menschen, Elblein und Zauberkünstlern umgeht und wie man einem Ork die Rübe runterhaut. Und so wuchs unser Clan und durch unsere vielen Reisen wurde er auch immer bekannter.
Gleichzeitig errichteten die Steinmetzen die alte Festung von neuem, Minenarbeiter gruben neue Gänge und besserten vorhandene wieder aus, Geoden untersuchten die Struktur des Steins und wiesen den Weg zu neuen Minen und so hatte jeder etwas zu tun und die Herrlichkeit früherer Zeiten blickte bald hier und dort aus dem alten Stein wieder hervor.
Nach zehn Jahren harter Arbeit haben wir die Felsenfeste wieder auf Vordermann gebracht, haben die Steine und den Mamor abgeschliffen und den Stuckarbeiten und Figuren zu neuem Glanz verholfen. Wir wurden von Jahr zu Jahr mehr Zwerge und bestellten zahlreiche Minen und wurden alsbald zuverlässiger Handelspartner mit der Akronischen Münzgießerei. Nach einigen Verhandlungen mit der Obrigkeit konnten wir den Hohen Rat Akrons sogar davon überzeugen die Münzprägung ganz uns zu überlassen. Naja, letztendlich überzeugte sie wohl, das wir im Stande waren, das Elfkreuz sichtbar auf die Münzen zu prägen und so die klumpige Ursprungswährung zu reformieren. Seit jenem Tage sind wir nun die offiziellen Währungshüter Akrons, und wie wir stolz zu betonen wissen auch die erfolgreichsten. Noch nie hatte Akron so viele und vor allem so schöne Münzen wie jetzt.
Unser erster Clanlord, und wohl auch der berühmteste war Gorillion, Mitbegründer der Bierbärte. Nach dem Tode Gorillions in der ersten Schlacht gegen Aredroque, hatte der hohe Rat zu Kar Dûm, die Versammlung der Ältesten Zwerge unseres Clans eine Zeit der Prüfungen auf uns gelegt, um einen neuen charismatischen Clanlord unter der Zahl der noch jungen Zwerge zu ermitteln. Mehr als 20 Jahre lang prüften sie jeden infrage kommenden jungen Zwerg unseres Clans. Die Auserwählten mussten eine lange Prozedur unseres Priesters Rabagasch zur Prüfung ihrer Gesinnung und der Festigkeit ihres Glaubens über sich ergehen lassen. Sie hatten gegen den strengen Kirasut, Lordwächter und Waffenmeister, in etlichen Zweikämpfen mit den verschiedensten Waffenarten zu bestehen. Sie mussten sich als trinkfest und stark in Verhandlungen zeigen. Sie wurden auf Exkursionen geschickt um ihre Qualität jüngere Zwerge zu lehren unter Beweis zu stellen. Und natürlich musste jeder von ihnen mindestens einhundert Gegner der Zwerge besiegt haben. Als einer der aussichtsreichsten Kandidaten galt Bragan Klingenbrecher, der leider einer unheiligen Atacke hinterhältiger Zauberei zum Opfer fiel, als er schon alle Prüfungen bestanden zu haben schien. Ein weiterer Kandidat, der schon die Nominierung hatte, Bartosch, gab seine Ambitionen auf das Amt zurück, da er es vorzog sich weniger öffentlich für den Clan zu engagieren. Der letzte Anwärter war, Nori, der mit Abstand jüngste Kandidat, ein Heißsporn der zu einem großen Krieger werden könnte, der sich aber ebenso für die spirituelle Seite interessiert, und bei Rabagasch in die Lehre ging. Er mußte nun die abschließenden Prüfungen bestehen und wurde danach alsbald erhoben in den Stand des Clanlords.
Der Glaube der Zwerge gilt den Valar, dem ursprünglichen Göttern, die entstanden sind aus den Tränen des einen, die er vergossen hatte in seiner Einsamkeit. Die 15 Valar sangen das Lied, dessen Melodie Eru, der Eine, in Materie bannte und so die Rohform Ardas erschuf. Die 15 Valar sollten Arda vorbereiten auf die Ankunft der Elben und der später kommenden Menschen. Doch Habgier und Machtbesessenheit Melkors des ersten Valars sind zahlreiche Gefechte und Zerstörungen geschuldet, welche die unbewohnte Welt über sich ergehen lassen musste. Was die 14 erschufen versuchte er zu zerstören, wo die 14 etwas formten wollte Melkor es einreißen, und vor allem wollte er als erstes die Elben finden, gleich nachdem sie auf die Welt gesetzt wurden. Aber keiner der 15 kannte den Zeitpunkt. In der Erwartung Eru würde aufgrund der Zwietracht niemanden auf Arda erschaffen und ob der Trauer darüber all die Schönheit könnte ungenutzt dem Wüten Melkors überlassen sein, erschuf Mahal aus dem Stein 10 Zwerge, 5 Männer und 5 Frauen. Er erschuf sie mit einem starkem Willen, gleich dem Stein, aus dem sie geschaffen, dass sie den Verführungen Melkors trotzen können und gegen das dunkle Kämpfen, wo immer sie es vorfinden mögen. Als sein Werk aber gerade fertig gestellt war, entdeckte Eru seine Tat und stellte ihn zur Rede: "Die Geschöpfe deiner Kunst leben nur aus deinem Sein; sie bewegen sich, wenn du gedenkst, sie zu bewegen, und wenn dein Gedenken anderswo weilt, stehen sie still". Er wies Mahal an, die Schöpfung ihm zu überlassen und Mahal erkannte seinen Hochmut und bat Eru um Vergebung. Weinend nahm er seinem Hammer und versuchte die Zwerge, die doch niemals richtig leben würden, zu erschlagen. Aber die Zwerge wichen dem Hammer aus, sie flehten um ihr Leben und hofften auf Gnade. Als Eru dies sah erkannte er, dass sie Geschöpfe waren, die aus Liebe entstanden waren und nicht aus Hochmut, und er hieß Mahal innezuhalten, denn die Zwerge dürften Leben. Allerdings wollte er, dass sie sich erst nach der Ankunft der Elben frei auf Arda bewegten und so versetzte er sie in einen tausendjährigen Schlaf. Mahal setzte je ein Paar von ihnen in einen Berg, drei in den Mittellanden und zwei weit im Osten, und dort gründeten sie nach ihrem erwachen, die fünf größen Zwergenreiche. Die drei westlichen von ihnen wurden bekannt als Belegost, Khazad Dûm und Nogrod.
Aufgrund der Unklarheiten, und dem Neid der Elben doch nicht ganz Erstgeboren zu sein, entbrennt ab und zu ein ewig schwelender Streit der kleinen Neckereien zwischen uns Zwergen und den Elblein. An dieser Stelle möchte ich nur eines dazu sagen: "Mahal ist unser Schöpfer, und die Erstgeborenen waren die Zwerge, basta".
Zu der Kunst der Zwerge: Wir Zwerge sind ein sehr handwerkliches Volk, und jeden Werkstoff, den wir mit der Kraft des Feuers oder unserer Hände Arbeit formen können, gestalten wir in Gedenken an Mahal und unsere Vorväter mit einer unvergänglichen Pracht.
Unser wohl berühmtestes Werk allerdings war eine Auftragsarbeit, das Nauglamir, ein Halsband für Thingol Elbenherr aus Beleriand. Es war ein Halsband aus Mithril und Gold, es leuchtete wenn es von Mond- und Sternenlicht beschienen wurde, und wir haben den letzen Silmaril dort eingesetzt. Es verband die Kunst der Gemmenschneider und der der Feinschmiede mit dem göttlichen Licht der Valar aus dem leuchtenden Baum.
Aber wir sind auch berühmt für unsere Bauwerke, kein anderes Volk vermag es eine Stadt zu bauen, in der es keine Mauerfugen gibt, und niemand sonst kann Metall auf die Weise formen wie es unsere Schmiede tun. Sei es nun Stahl, Eisen, oder Mithril, unsere Waffen bestechen nicht nur durch ihre Kraft sondern durch ihre Anmut, Silber Gold und Kupfer, aus dem wir Bronze erzeugen, sind die Grundlage für unsere begehrten Schmuckstücke und Verzierungen. Wer sich ein Bild darüber machen möchte dem empfehle ich einen Besuch in Belegost.
Bekannte Zwerge des Bierbartclans:
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Nori, Erdferkelfänger, Schädelträger, Schneckenknacker, Clanlord der Bierbärte, Mitglied des hohen Rates zu Azakhal Dûn, und Wächter des Lichts
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Grimbert vom Zwergberg, Erster Axtschwinger des Bierbartclans, Leerer des niemals endenden Bierfasses, Mitglied des Hohen Rates der Zwerge in zu Azakhal Dûn, Meisterschmied und Wächter des Lichts
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Kirasut, Minotaurenfresser, Sohn des Garbosut, Lordwächter zu Kar Dûm, Waffenmeister des Clans der Bierbärte, Mitglied des hohen Rates zu Azakhal Dûn, Meisterschmied und Wächter des Lichts
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Rabagasch, Hohepriester der Bierbärte, Mitglied des hohen Rates zu Azakhal Dûn, und Wächter des Lichts
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Dagrima, Schlachtreihenbeißerin, Kämpferin des Bierbatclans und Wächter des Lichts
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Bartosch, Axtkünstler, Kämpfer des Bierbartclans und Wächter des Lichts
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Roga, Eisenfaust, Kämpferin des Bierbatclans und Wächter des Lichts
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Borgrin, Hammerschlag, Kämpfer des Bierbatclans und Wächter des Lichts
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