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Autor Thema: FemSeminar Kolonialismus und Neokolonialismus  (Gelesen 664 mal)
Reginald
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Bosechejst


Re: FemSeminar Kolonialismus und Neokolonialismus
« Antwort #15 am: 09.11.2011, 22:29 »

Ich habe den Köder an mir vorbeitreiben lassen...Das war nicht einfach. :)
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"Give a man a fire and he'll stay warm all night, set a man on fire and he'll stay warm the rest of his life!"
caro
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Re: FemSeminar Kolonialismus und Neokolonialismus
« Antwort #16 am: 09.11.2011, 23:16 »

justav, meines erachtens sind deine bedenken hier schon angesprochen worden. wie schon mehrfach gesagt: ich steh nem ausschluss von leuten aufgrund ihres geschlechtes ebenfalls sehr kritisch gegenüber.

das wird auch weiter oben bereits alles diskutiert, deshalb kommen mir deine aggressiven anwürfe auch reichlich beliebig und projektiv vor. offen gesagt, is mir nich ganz klar, was du eigentlich willst.

(dass ich in dem focus-öffnen-teil dich als person angesprochen hab, war eher dem geschuldet, dass ich kein bock hatte mit einem unbestimmten "man" zu argumentieren. ich seh ein, dass du das auf dich beziehst, das hätte ich auch anders formulieren können.)
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what would ellen ripley do?
rocio
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@ kolonialismus kommt viel zu kurz
« Antwort #17 am: 10.11.2011, 12:58 »

abgesehen von der nicht unwichtigen diskussion um geschlechterspezifischen aus/einschluß,
hier ein paar fragen:

a) was für eine art von seminar soll das sein?
b) welche referent_innen sind eingeladen?
c) welcher geografische/zeitliche rahmen wird betrachtet?

und schlußendlich: warum kolonialismus?
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Doro
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Re: FemSeminar Kolonialismus und Neokolonialismus
« Antwort #18 am: 10.11.2011, 18:30 »

Grundsätzlich zum Ausschluss von männlich sozialisierten Personen: ich finde das ebenfalls nicht ideal, verstehe aber die Argumentation der Initiatorinnen des Seminars, dass bestimmte Frauen geschützte Räume brauchen, um erstmal zu einem Punkt zu kommen, an dem sie dann wieder gleichberechtigt in ungeschützten Räumen politisch partizipieren können. Auch wenn ich generell für Gleichbehandlung der Geschlechter bin, kann ich im Moment nicht sehen, dass Männer (ich kann nicht für Einzelfälle sprechen, dem Einzelfall werden solche Pauschalisierungen nämlich nie gerecht) in diesem speziellen Bereich (politische Partizipation) unterrepräsentiert sind und/oder einen spezifischen Schutzraum brauchen, der aus geschlechterbasierter sozialer/sexueller Diskriminierung oder Mißbrauch resultiert. Glücklicherweise gibt es auch qualitativ hochwertige gemischtgeschlechtliche Seminare, so daß kein breiter allgemeinpartizipativer Ausschluss entsteht. Edit: ernsthaft, berichtigt mich da bitte, falls ich was übersehen habe.

Justav, du sagst, unter den Akronerinnen gibt es keine, die an solchermaßen geschützten Räumen interessiert ist. Aber ist das so? Auch wenn ich bis jetzt einen ähnlichen Eindruck wie du erhalten habe, kann ich das jedoch nicht mit Sicherheit wissen. Das können eigentlich nur die betroffenen Personen selbst entscheiden, keiner von uns kann für sie sprechen. Die Möglichkeit existiert auf jeden Fall, daher habe ich die Einladung gepostet. Da es bei uns kein "Frauenforum" gibt, habe ich es unter der Rubrik "Gerümpel" reingestellt. Und ja, unabhängig von dem bereits für die nächste Veranstaltung festgelegten Format interessiert mich eure Meinung zu exklusiv geschützten Räumen für die Zukunft. Dass der Exklusionsaspekt, der nicht cool ist aber notwendig erscheint, einen unhöflichen Eindruck auf dich macht, tut mir leid. Das ist ganz sicher nicht gewollt, aber die Alternative wäre gewesen, die Einladung überhaupt nicht auszusprechen. Aber kann es Sinn der Sache sein, das Konstatieren von Schutzräumen in Foren, die sich der freien Meinungsäußerung verschrieben haben, aus Höflichkeitsgründen zu untersagen? Da dich das Konzept persönlich zu verletzen scheint, würde mich vor allem deine Meinung zu Alternativen interessieren (z.B. zu Fragen wie: Wie inkludiert man Frauen, die aufgrund ihrer Sozialisation zu schüchtern sind, um vor Männern ein politisches Statement abzugeben?)

Zu Rocios Fragen:
das Thema wurde aufgrund des diesjährig stattfindenden Preußen-Wahns (ich nenn es jetzt mal so, ist polemisch, ich weiß) in Potsdam gewählt, um ein kritisches Gegengewicht zu der tw. stattfindenden Glorifizierung zu bilden. Der geographische Rahmen ist mehr oder weniger global, auch wenn in dem historischen Part hauptsächlich auf die von Preußen annektierten Gebiete eingegangen wird. Dazu gehört dann auch die aktuelle (Nicht-)Aufarbeitung des Themas durch Dtl. und entsprechende Lösungsüberlegungen (denke ich mal). Zum Neokolonialismus werden hauptsächlich Weltfinanzsysteme, Landgrabbing, Tourismus, Kredite und so was thematisiert. Referentinnen sind wir selbst (also die Gruppe von Studentinnen die das organisiert), das Dumme ist, wir haben grad kein Geld um externe Referentinnen zu bezahlen. Förderungsantrag geht raus, ist aber nicht sicher. Wir suchen aber noch nach Referentinnen of Color zu dem Thema, um mehrere Perspektiven abzudecken und auch betroffene Standpunkte einzubeziehen, aber noch haben wir keine gefunden :( Das Ganze ist als Wochenendtreff (Fr, Sa, So) geplant, mit Referaten und Diskutieren.

Wie gesagt, Kritik am Konzept ist (ich kann nur für mich sprechen) erwünscht und führt hoffentlich zu einer konstruktiven Diskussion, die dabei hilft, das Ganze zu verbessern



edit typo

edit PS: Es gibt m.E. (im Konsens mit sozialwiss. Erkenntnissen) auf JEDEN FALL einen Unterschied zwischen der Exklusion einer diskriminierten Gruppe durch die (ich nenn es jetzt mal) nicht diskriminierte Hegemonialgesellschaft und der Exklusion der Hegemonialgesellschaft durch die diskriminierte Gruppe. Als Extrembsp.: die Diskriminierung von Ppl of Color durch autochton Deutsche ist immer psychisch belastender als die umgekehrte Diskriminierung, wenn z.B. ein Migrant einen Deutschen "Kartoffel" nennt oder so. Das ist eine einzelne Verletzung in einer ansonsten gesicherten Position, kein Symptom einer die soziale Existenz bedrohenden Einstellung. Beide Diskriminierungen sind unrecht und die Verletzungen sollen auch nicht gegeneinander aufgewichtet werden, aber es IST ein Unterschied für die betreffenden Personen aufgrund ihrer relativen Position in der Hegemonialgesellschaft. Ähnliches gilt i.d.R. für die Geschlechterexklusion.

PPS: Max, mit dem Argument des biologischen Geschlechts magst du wirklich recht haben... schwierige Kiste...:)
« Letzte Änderung: 10.11.2011, 19:57 von Doro » Gespeichert
Justav
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Re: FemSeminar Kolonialismus und Neokolonialismus
« Antwort #19 am: 12.11.2011, 17:12 »

Sry, Doro, eine einfache Antwort habe ich auch nicht; inhaltlich äußern werde ich mich im Forum nicht mehr zu solchen Fragen. Ich bin es leid, dass manche hier Diskussionen nur ad hominem führen können, und habe keinen Bock mehr auf Informationen zu meinem Geisteszustand, meiner mangelnden politischen Bildung, meinem falsch gewählten Fokus oder was ich alles worauf auch immer projeziere.

In gewisser Weise ist mein Verständnis für die Situation mancher Frauen allerdings durch diesen Thread gestiegen: Könnte ich diese Art der Diskussioneführung durch Ausschluss bestimmter Personen bzw Personengruppen verhindern, wär ich sofort dabei.
« Letzte Änderung: 12.11.2011, 17:42 von Justav » Gespeichert

Willst du dich selber erkennen, so sieh wie die anderen es treiben. Willst du die anderen verstehen, so blick in dein eigenes Herz
Doro
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Re: FemSeminar Kolonialismus und Neokolonialismus
« Antwort #20 am: 12.11.2011, 23:57 »

Ich glaube nicht, dass Caro dich persönlich angreifen wollte, Justav. Ich lese das aus ihren Posts nicht heraus, bis auf die, die direkt auf einen Angriff erfolgten, sind sie relativ neutral in meinen Augen. Klar, man kann sie so (feindlich) oder so (argumentativ) interpretieren - das ist eben der Nachteil eines so reduzierten Mediums wie Internet. Und da mensch meistens entsprechend seiner Vorannahmen wahrnimmt, KÖNNTEN diese Posts als belehrend oder beleidigend aufgefasst werden. Da Caro - zum Beispiel -  in dem einen Post nochmal gesagt hat, dass sie nicht dich persönlich mit dem Focus gemeint hat, würde ich jedoch denken, dass sie wie gesagt nicht angriffslustig sein wollte, sondern eher nur das Argument der Kontextualisierung etwas unglücklich ausgedrückt hat. Ich fänd es schade, wenn du dich aufgrund von ein paar doppeldeutigen Posts, die wie gesagt so oder so gelesen werden könnten (Max und Haro haben sie z.B. auch anders interpretiert, das zeigt die Relativität solcher Postings), nun bedrängt oder attackiert vorkommst. Das ist echt nicht zwingend, wie gesagt haben mehrere Leute den Eindruck gehabt, dass sie es tatsächlich eher nicht so gemeint hat. Ich werde euch nicht vorschlagen, miteinander zu reden, das wäre wohl illusorisch, aber ich bin schwer dafür, nicht aufgrund von sehr leicht mißzuverstehenden Posts diese existierenden Spannungen weiter zu verfestigen. Das bringt echt keinem von euch was, und für die, die euch beide mögen, ist es auch scheiße. Deshalb schlage ich vor, den Schwamm des Vergessens über diesen kleinen Flame zu wischen (mal ehrlich, ist doch nur ein bescheuerter Internethread) und einfach da weiterzumachen, wo ihr letztes Mal aufgehört habt. Wenn noch Flamebedarf besteht, bitte vertrauensvoll an mich wenden :) Ich hab den corpus delicti schließlich hier gepostet und steh auch dazu, auch wenn ich wie gesagt niemanden verletzen wollte. Und jetzt peact mal alle n´bisschen :) schönen Abend noch und eine Portion guter Laune.
*gehobene Spockaugenbraue* lebt lang und in Frieden

edit typo
« Letzte Änderung: 13.11.2011, 00:04 von Doro » Gespeichert
haro
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Re: FemSeminar Kolonialismus und Neokolonialismus
« Antwort #21 am: 13.11.2011, 00:39 »

das mit diesen postings in foren is ja echt ne gratwanderung; da wirste für n paar kommentare innem thread auf lebenszeit von endzeitcons verbannt, oder alles is ad hominem und leute sind froh, wenn andere leute nich mehr dabei sind. sammagehtsnoch, kackscheisse, allet irre hier...jungejunge, ditt internet isn haifischbecken. da muss ich ma drüber meditieren.
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नमोऽमिताभाय
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