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Thema: FemSeminar Kolonialismus und Neokolonialismus (Gelesen 664 mal)
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Doro
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Hey an alle Akronerinnen, am 6.-8.01.2012 organisieren wir (=ein paar Studentinnen aus Berlin und Potsdam) wieder ein Politikseminar für Frauen (ihr wisst schon, übergangsweise geschützter Raum ohne Kampf gg. potentielles ansozialisiert-männl. Dominanzverhalten bis man sowas nicht mehr braucht etc.), diesmal zum Thema Kolonialismus und Neokolonialismus. Das Seminar ist kostenlos, wir werden entspannt und konstruktiv referieren, kochen, Film gucken, diskutieren und sinnieren, aber auch der Spaß wird nicht zu kurz kommen. Das Ganze findet, inkl. möglicher Übernachtung, entweder im autonomen Frauenzentrum Potsdam oder einem der Jugendzentren statt, das wird sich demnächst herausstellen. Das genaue Programm stell ich demnächst gern hier ins Forum. Wenn ihr Interesse habt (oder jemanden kennt, der Interesse haben könnte), seid ihr herzlich eingeladen ganz oder teilweise dort aufzukreuzen und mitzumachen :) Das letzte Mal hat auch echt Spaß gemacht und ich würde mich wirklich freuen, die ein oder andere von euch dort zu sehen! lg Doro
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caro
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schön, schön, ich finde das thema kolonialismus kommt oft viel zu kurz. :)
ich seh den generellen ausschluss von männern in dem zusammenhang etwas kritisch und würde mich damit nicht besonders gut fühlen. das ganze hängt sich an einer geschlechtlichen zuschreibung (mann = mackerhaftes diskussionsverhalten) auf, die in sich nicht haltbar ist. keine frage: ein großteil der männer* haben ein anderes diskussionsverhalten als frauen*, eine männliche sozialisierung bleibt nicht folgenlos und vor allem ist das vielen nicht mal bewusst. aber trotzdem bleiben fragen:
1. es gibt auch frauen mit selbstgefälligem mackerhaftem redeverhalten oder fehlendem bewusstsein gegenüber ungerechtigkeiten. was ist mit weiblichen kapitalismus-fans, für die diskriminierung ein fremdwort ist? was ist mit differenzfeministinnen? oh, und was ist mit frauen, die sich gar nicht als solche identifizieren? bspw. ich fühle mich definitiv nicht eingeladen und (provokant ausgedrückt) ich weiß wirklich nicht, ob ich meinen tag mit menschen verbringen möchte, die sich allesamt ausdrücklich als frauen identifizieren - sonst wären sie ja nicht da, oder?
2. es gibt männer*, denen ihre potentielle sozialisierung durchaus bewusst ist und die in diesem bewusstsein diskutieren oder einfach zuhören wollen. und was ist mit männern, die sich nicht als männer identifizieren?
leute aufgrund geschlechtlicher zuschreibungen von einer veranstaltung gegen geschlechtliche zuschreibungen auszuschließen - ich bin mir nicht sicher, ob das produktiv ist. ich hab zwar keine patentlösung, das ist nicht meine welt.
in meinem verständnis wär es vielleicht eine lösung, den einzelfall entscheiden zu lassen. menschen, die emanzipatorische freiräume kaputt machen (und sich trotzdem als voll kritisch definieren) gibts überall. man könnte z.b. nur leute zulassen, wenn sie in eurer gruppe fürsprecher haben. oder man setzt einfach ein gesundes bewusstsein für geschlechterverhältnisse und ihre subtilen folgen voraus und übt ggf. kritik. eine eindeutige beschreibung der veranstaltung kann schon selektierende wunder wirken. und: man kann auch leute einfach mal raus schmeißen, wenn sie sich scheiße benehmen.
meine auslassung hat sicherlich auch einige mängel. und sie gilt ausdrücklich nicht, wenn ihr leute dabei habt, die opfer von übergriffen geworden sind.
*personen, die sich als solche identifizieren und/oder von ihrer umwelt als solche gesehen werden
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Doro
Akron Intern
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Hehe :) Ich dachte mir schon, dass diese Einwände kommen, ich habe sie nämlich in der Form eingangs auch gestellt und kann dir insofern auch zustimmen. Das ist ja auch ne generelle Kritik an Feminismus, dass er sich genau der Geschlechterkategorien bedient, die er auch als Ursache für das Problem sieht, diese aber gleichzeitig konsolidiert. Als Frauen definieren wir übrigens alle Menschen, die sich ganz oder teilweise als solche empfinden (also auch Trans/Queer/etc.) und daher tendenziell Freiräume von geschlechterbasiertem Dominanzverhalten suchen.
Die auch irgendwie berechtigten Einwände, die mir damals entgegengebracht wurden, waren: auch, wenn es dezidiert Männer gibt, die nicht dominant auftreten und ihre Sozialisation kritisch sehen, so kann man das im Vorfeld des Seminars nicht ausdrücklich prüfen (dazu haben wir nicht die zeitlichen Ressourcen). In dem Sinne wird lieber im Sinne einer Übervorsichtigkeit pauschalisiert, auch wenn klar ist, dass das einigen Männern nicht gerecht wird. Fakt ist aber, dass es genug gemischtgeschlechtliche Seminare gibt, und ein übervorsichtig geschützter Raum daher für besonders sensible Frauen wichtig ist, weil die bloße ANWESENHEIT eines Mannes, der sich als solcher empfindet, sie im worst case in ansozialisierte Muster drängt und sie weniger sagen, unsicherer sind etc. Gilt natürlich vor allem für die Frauen, die Übergriffe erlebt haben, was ja bei 10-30% der Frauen der Fall ist und damit wahrscheinlich auch im Kreis der Teilnehmerinnnen. Die "Männer" sind also nicht per se schuld, auch wenn natürlich die Gefahr eines unbewußten Dominanzverhaltens besteht, es geht aber eher darum, dass bestimmte Frauen mit negativen sozialen oder sexuellen Erfahrungen sich entspannen können.
Wichtig ist: das ganze Konzept gilt als Übergang, ähnl. wie die Frauenquote, von der ja auch gesagt wird, daß sie negative Assoziationen und Attributionen hervorruft und die Geschlechter konsolidiert. Genau wie diese soll das Konzept aber erst mal "den Fuß in die Tür" bekommen, indem Frauen, die sonst nicht kommen würden, sich trauen in einem für sie sicheren Umfeld politisch zu werden. Auf dem Gebiet der politischen Aktivität sind Frauen nämlich leider unterrepräsentiert (bei den Akronern und assoziierten Kreisen natprlich nicht, aber sonst glaube ich schon). So ein Femseminar ist eines von vielen Konzepten, um das zu ändern (ob es funktioniert wird sich zeigen).
Wo du Recht hast: es gibt Frauen, die verhalten sich zuweilen auch dominant oder sehen sich gar nicht als weiblich. Das ist ein Problem, das wir mit Sensibilisierung vor und während des Seminars zu lösen versuchen (letztere würden sich wahrscheinlich auch gar nicht angesprochen fühlen, da unsere Zielgruppe ja Frauen und solche, die sich als Frauen fühlen anspricht). Generell kommt es aber prozentual seltener vor als bei Männern und wird als Risiko bei der "Pauschaleinladung" mitgetragen, außerdem besteht das Problem der männlichen Außenwahrnehmung durch die anderen Teilnehmerinnen nicht.
Der Vorschlag mit der Empfehlung, den du gemacht hast, ist natürlich gut, aber wir wollen ja gerade einen breiten Kreis von Frauen erreichen, auch solche, die eher nicht politisch aktiv sind. Das Ganze als Einladungsseminar für einen engen Kreis zu veranstalten widerspricht dem Prinzip also.
Ich gebe dir aber insofern Recht, als daß hier aufgrund mangelnder Auswahlressourcen eine für manche Männer ungerechte Pauschalisierung vorgenommen wird und jeder Schutzraum, egal wie nett gedacht, das Problem erstmal konsolidiert, bevor es sich einer Lösung zuwendet. Es ist mehr ne kleine Empowermentspritze vor allem für Frauen, die noch sehr in ihrem sozialisiertem Rollenbild drinstecken (bzw. auch aus kulturellen Gründen sich gar nicht allein mit fremden Männern sozialisieren dürften) und daher die Anwesenheit von Männern als irritierend wahrnehmen würden bzw. gleich gar nicht kommen würden. Aber ich freu mich über Diskussion hinsichtlich der Sache, da ich ja wie gesagt auch selber schwanke, wie man das Problem am besten angeht...
edit typo
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« Letzte Änderung: 05.11.2011, 15:59 von Doro »
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haro
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da hier sehr viele intelligente sachen stehen - psychologie ist wohl doch eine wissenschaft (?) - fühle ich mich verpflichtet, noch etwas greifbares beizutragen. etwas praktisches handwerkszeug, was auch und grade den in dieser hinsicht vielleicht betriebsblinden psychologen mehrwert verspricht: Women Are Not Bears!
The Internet is full of dating advice, but if you don't want your next date to end in a bloody massacre, you NEED to read this! Protect yourself by learning how women are different from bears.
Just The Facts
1. The similarities between women and bears go beyond the fact that they both love bacon. 2. There are at least a thousand women in the world and there are probably more than a thousand bears. 3. If you hope to survive, you need to learn how to recognize bears women are not bears!mir hat das auf jeden fall bei der genderfrage etwas geholfen. :-) (obiges ist meine art zu sagen, dass es gilt, dass geschlecht aufzudecken, um es eliminieren zu können)
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नमोऽमिताभाय
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Doro
Akron Intern
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Da ist auf jeden Fall was dran. Weiß nicht, ob ich das dem Bärenbsp. so spontan entnommen hätte, aber deiner Erklärung stimme ich zu :)
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Justav
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Aber ich freu mich über Diskussion hinsichtlich der Sache, da ich ja wie gesagt auch selber schwanke, wie man das Problem am besten angeht... Auch wenns schon ein paar Tage her ist: Ich frage mich, was Du hier mit wem diskutieren möchtest. Kolonialismus? Warum, wenn die Veranstaltung sich nicht an mich richtet? Veranstaltungen unter dem Ausschlus bestimmter Geschlechter, Religionen oder ethnischer Gruppen? Dazu wäre es sinnvoller gewesen, dies einfach zur Diskussion zu stellen; dies hier zu machen, nach der erfolgten konkreten Einladung (an manche), halte ich für äußerst ungünstig. Zumindest jeder Mann, der hier inhaltlich den Mund aufmacht, argumentiert nicht die Sache, sondern beschwert sich, dass er ausgeschlossen wurde; ganz, ganz blöde Wirkung. (Allgemeine, sonstwas dekonstruierende Bärengeschichtchen zählen natürlich nicht. ;)) Ich hätte aber eine Bitte: Wenn in einem offenen Forumn Einladungen ausgesprochen werden, die einen Teil der Userschaft dezidiert ausschließen, dann soll dass doch bitte in einem entsprechenden, geschlossenen Bereich geschehen; soll jedeR machen, was sie/er will, aber so ist es zutiefst unhöflich und führt zumindest bei mir zu negativen Assoziationen, sowohl die Sache wie die Personen betreffend.
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« Letzte Änderung: 09.11.2011, 11:52 von Justav »
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caro
Akron Intern
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Ich frage mich, was Du hier mit wem diskutieren möchtest. Kolonialismus?
hier dient der thread in erster linie der ankündigung einer veranstaltung. und: wie meinst du das, so eine einladung sollte nur in einem geschlossenen kreis ausgesprochen werden? denkst du, "die frauen" seien in women-only-foren untereinander organisiert, oder so? dass sie als geschlossene gruppe irgendwo klandestin agieren und doro hier nur postet, um "männern" ein schlechtes gefühl zu geben, weil sie nicht eingeladen sind? es ist gut, wenn solche einladungen öffentlich gemacht werden. es werden einerseits mehr leute erreicht und andererseits ermöglicht öffentlichkeit eine kritische diskussion über geschlechtergetrennte events. z.b. finde ich doros argument bzgl. frauen mit sexistisch geprägtem hintergrund sehr wichtig, die auf diesem wege mal eine kritische bildungs-veranstaltung besuchen können, was ihnen, wenn männer teilnehmen dürften, versagt bliebe. trotzdem bleiben meine vorbehalte bestehen.
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Justav
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hier dient der thread in erster linie der ankündigung einer veranstaltung. Doro hatte um Diskussionsbeiträge gebeten. und: wie meinst du das, so eine einladung sollte nur in einem geschlossenen kreis ausgesprochen werden? denkst du, "die frauen" seien in women-only-foren untereinander organisiert, oder so? dass sie als geschlossene gruppe irgendwo klandestin agieren und doro hier nur postet, um "männern" ein schlechtes gefühl zu geben, weil sie nicht eingeladen sind? Exakt; hier Einladung zu posten, die nur Frauen, Männer, Weiße, Christen, Elfkreuzer-Spieler oder Nordic Walker betreffen, und zu den andere selbst bei Interesse nicht zugelassen sind, empfinde ich als unhöflich. Gerade Deine Reaktion hätte ich mich ja brennend interessiert, wenn bspw die Militärgeschichts-Abend nur männlichen Interessenten offen gestanden hätte. Gut, das war nicht mein Interesse, aber wenns so gewesen wäre: Ich hätte dann als Plattform bestimmt nicht das offene Form gewählt. Aber vermutlich ist meine Einstellung mal wieder die Krone des Sexismus, nicht wahr? Willst Du nicht mal wieder "Skandal!!!" schreien?
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« Letzte Änderung: 09.11.2011, 16:45 von Justav »
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caro
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Gerade Deine Reaktion hätte ich mich ja brennend interessiert, wenn bspw die Militärgeschichts-Abend nur männlichen Interessenten offen gestanden hätte.
wenn du so willst, ich fühle mich auch von der oben geposteten einladung nicht angesprochen. weil ich mich grundsätzlich nicht als "frau" kategorisiere. meine kritik dazu kannst du unten drunter nachlesen, doros antwort darauf ebenfalls. interesse gestillt? so oder so, es ist trotzdem ne andere nummer, wenn ein event ausschließlich für "männer" offen ist. aus der oberflächlichen betrachtung von "wer hat welche reproduktionsorgane?" ist es natürlich der gleiche sexismus, da stimme ich dir zu. aber wenn du die gesellschaftlichen realitäten miteinbeziehst und dir erlaubst, deinen focus auf teile der gesellschaft zu erweitern, die noch stärker von (strukturellem und direkten) sexismus betroffen sind, als unser direktes umfeld, wird es etwas plausibeler, warum menschen auf die idee kommen, women-only/coloured-only/etc-only-freiräume zu fordern.
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max
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König-MU
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ich finde, es gibt keinen grund zur aufregung. allerdings halte ich es für grundsätzlich sinnvoll in derartigen fällen das geschlecht dann doch an den geschlechtsmerkmalen festzumachen. jedenfalls sind diejenigen, die aufgrund massiv schlechter vorerfahrungen mit männern durch eine solche an nur das weibliche geschlecht gerichtete veranstaltung geschützt werden sollen sicherlich nicht sehr glücklich, wenn man ihnen entgegenhält, dass die anwesenden personen mit männlichen geschlechtsteilen dennoch aufgrund ihrer selbstdefinition keine sind oder derlei ...
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Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden. John Maynard Keynes
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Justav
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aber wenn du die gesellschaftlichen realitäten miteinbeziehst und dir erlaubst, deinen focus auf teile der gesellschaft zu erweitern, die noch stärker von (strukturellem und direkten) sexismus betroffen sind, als unser direktes umfeld, wird es etwas plausibeler, warum menschen auf die idee kommen, women-only/coloured-only/etc-only-freiräume zu fordern.
Genau, wer caro nicht zustimmt und es wagt, anderer Meinung zu sein, hat natürlich schlicht den falschen Fokus und bezieht die gesellschaftlichen Realitäten nicht mit ein. Anmaßend, beleidigend, arrogant, egozentrisch; ist das jetzt typisch weiblich oder typisch caro? Ich hab keinen Bock auf Diskussionen auf diesem Niveau, das ist mir zu erbärmlich. Da Du leider nicht anders kannst: Wenn ich noch mal ne Veranstaltung organisiere, ob zu Politik oder Militärhistorik, kannst Du Dich als "nicht erwünscht" betrachten. Hast sicher nichts dagegen, dass ich Dich hier so offen auslade; wie Du sagst, muss man halt durch...
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caro
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max
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König-MU
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öhm, für mich klang caros text nicht so, wie du ihn gelesen hast, justav. woher diese wut? das macht den eindruck, als spielten da vergangene debatten eine größere rolle als die gegenwärtige. ist das möglich?
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haro
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mir kann man da vielleicht parteilichkeit vorwerfen, aber ich sehe das ähnlich wie max.
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नमोऽमिताभाय
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Justav
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heute morgen die beta-blocker vergessen, oder was? Offensichtlich hast Du an Deine Diskussionsblocker gedacht, neh? das macht den eindruck, als spielten da vergangene debatten eine größere rolle als die gegenwärtige. You never get a second chance to make a first impression; und wenn dieser erste Eindruck mehrfachbestätigt wird... Aber jut, noch mal etwas ausführlicher: wenn du so willst, ich fühle mich auch von der oben geposteten einladung nicht angesprochen. weil ich mich grundsätzlich nicht als "frau" kategorisiere. meine kritik dazu kannst du unten drunter nachlesen, doros antwort darauf ebenfalls. interesse gestillt? Du verstehst nicht, worum es (mir) geht. Ob es Dich interessiert oder ob Du Dich angesprochen fühlst ist irrelevant; das ist Deine eigene, autonome Entscheidung bzw individuelle Neigung, keine Ansage der Veranstaltung. Zumindest der Gettysburg-Abend hat Dich interessiert. Wie hättest Du es gefunden, wäre Dir gesagt worden: Nö, Dich will da auf Grund Deines Alters, Geschlechts, Hautfarbe oder Sternkreiszeichens niemand sehen? Ist so nicht passiert... so oder so, es ist trotzdem ne andere nummer, wenn ein event ausschließlich für "männer" offen ist. Ich sehe das grundsätzlich nicht so; es kann gute Gründe dafür geben, bestimmte Sachen nur für bestimmte Gruppen zu veranstalten bzw Diskussionen (zumindest zeitweise) nur innerhalb bestimmter Gruppen zu führen. Das pauschal für was anderes zu halten, wenn es sich um Männer handelt, belegt mE v.a. Vorurteile. aber wenn du die gesellschaftlichen realitäten miteinbeziehst und dir erlaubst, deinen focus auf teile der gesellschaft zu erweitern, die noch stärker von (strukturellem und direkten) sexismus betroffen sind, als unser direktes umfeld, wird es etwas plausibeler, warum menschen auf die idee kommen, women-only/coloured-only/etc-only-freiräume zu fordern. Ich erlaube mir mal, meinen Fokus, gesellschaftliche Probleme betreffend, für relativ zielgenau zu halten... und das ich meine, dies feststellen zu müssen, ist mein Hauptproblem mit einer bestimmten Form der Argumentationsführung, die darauf abzielt, nicht inhaltlich der Meinung des Anderen zu widersprechen (das ist ja der Sinn des Debattierens), sondern meint, die Gründe hinterfragen oder angreifen zu müssen, warum der Andere seine Argumente so äußert bzw sich eine enstsprechende Meinung gebildet hat. Im Grunde sagtst Du nicht "Deine Meinung ist falsch, weil (ich die besseren Argumente habe)", nein, hier klingt das wie "Deine Meinung ist falsch, weil (Du keine Ahnung hast)". Und so was nervt mich ziemlich... Inhaltlich muss ich ergänzen, dass ich nicht grundsätzlich was gegen Veranstaltungen nur für Frauen habe, oder Räume nur Frauen etc.pp.; ich sehe auch durchaus, dass in unserer Gesellschaft ein Bedürfnis danach besteht, bzw dass dieses größer ist als das anderer Gruppen, bspw Männer. Trotzdem finde ich persönlich gerade diesen Raum hier (das Forum) nicht ideal dafür. Meiner Einschätzung nach gibt es zwar durchaus eine Reihe von Adressatinnen, die am Thema Kolonialismus interessiert sein könnten, aber kaum welche, die ein großes Interesse an solchen Diskussionen in dezidiert "männerfreien" Räumen haben; so ich mich irre, bitte ich Korrektur. ;) Und es ist meinem Empfinden nach halt nicht besonders höflich, öffentlich eine Einladung an nur eine ausgewählte Gruppe auszusprechen, zumindest bei einer eher übersichtlichen Versammlung wie hier; kein riesen Drama, aber der Ausschluss-Aspekt ist halt ein wenig direkter als bei nem entsprechenden Aushang am schwarzen Brett inna Uni.
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