| Das "Gomez de la Muerte"-Fest |
Alle Jahre wieder zu Beginn des Winters stapft ein bärtiger Geselle durch die schneebedeckten Wälder und lässt ein donnerndes "IO! IO! IO!" erschallen... Doch wer ist dieser Gomez überhaupt und was hat es mit dem heiligen Löffel auf sich?
Die Geschichte vom heiligen Gomez
Und er sah seinen Weg. Unter größten Gefahren zog er allein nach Torog Nai, mit dem Ziel den Obersten derer zu erschlagen und Verwirrung unter ihnen zu stiften. So marschierte er nach entbehrungsreichem Wege in die höchste Festung im Herzen dieses unheiligen Landes, in den höchsten Turm. In unzähligen Gefechten auf dem gefahrvollen Weg dorthin stellten sich ihm ganze Heerscharen entgegen und er warf sie alle nieder.Doch nutzten sich seine Klingen ab mit dem tausendsten Gegner, die Hämmer wurden leicht und bröckelig mit der Zeit und seine Axtköpfe verschlissen bald. Und so stand er letztendlich vor dem Höchsten Bösen, und dessen Hohngelächter schallte weit über das dunkle Land; konfrontierte ihn doch einer nur in Lumpen und ohne Waffen. Doch Gomez war voll heiligen Feuers, mit einer Entschlossenheit und einem Ingerimm, den die Welt seitdem nicht mehr sah, zog er seinen alten Essenslöffel und hieb diesen voller Kraft wider den Feind allen Lebens. Man erzählt sich, er hatte den Löffel dereinst aus einem noch größeren Löffel geschnitzt, und er hieb den Bösen auf den Kopfe und er trat ihn nieder. Ohne einen Blick zurück zu tun wandte er sich um und stürmte aus dem Turm, stürmte durchs dunkle Land, stürmte zur Küste. Und auch das Meer hielt ihn nicht auf, in lautem Triumphgeheul riss er sich einen Baumstamm und raste über die Fluten zurück gen Akron; seinen Löffel nutzte er als Paddel und um Wale zu erschlagen, die ihm Nahrung waren.
Keiner weiß, was aus dem Großen Gomez wurde; manche
sagen, er verstarb, als er die heimatlichen Gefilde erreichte. Manche sagen, er
wurde vom Hohen Rat darselbst in dessen Reihen berufen. In einem sind sich
jedoch die meißten einig: Gomez Löffel wandelte sich zu dem Zepter, das nun
unser geliebter Fürst sein eigen nennt. Und noch etwas ist gewiss: Jedes Jahr
im tiefsten Winter zieht einer durchs Land und verteilt Geschenke an jedermann.
Und dieser ist gewandet wie der heilige Gomez de la Muerte und er tut dies
Mittels eines gewaltigen Löffels, mit dem er die Präsente aus seinem großen
Sacke fischt. Und wehe dem, dessen Visage ihm nicht passt. Ganz besonders hat es ihm hierbei die Bewaffnung der Kinder angetan. Nicht wenige finden in ihren Söckchen am nächsten morgen Bogen, Axt und Mandelkern.
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